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Sony auf der E3: Playstation Vita & 3D-Monitor

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Das Einstiegsmodell des PSP-Nachfolgers wird "nur" 249 Euro kosten.

Nach der wochenlangen Aufregung um Hacker-Attacken hofft Sony mit neuen Geräten auf positivere Schlagzeilen. Der japanische Konzern stellte am Montag (Ortszeit) auf der größten Computerspielemesse der Welt ( E3 in Los Angeles ) die mobile Spielekonsole Playstation Vita vor, die die heutige PSP ablösen soll. Vor rund zwei Monaten zeigte Sony diese Konsole noch als Prototyp mit der Bezeichnung NGP (Next Generation Portable) Zudem präsentierte Sony einen speziellen 3D-Bildschirm für seine Playstation 3. Der Clou: Zwei Spieler sehen von ihren Positionen aus unterschiedliche Bilder des Geschehens (nähere Details siehe unten). Auf der Spielemesse entschuldigten sich Sony-Manager zudem erneut für die Sicherheitsprobleme und den massiven Datendiebstahl.

Sony auf der E3: Playstation Vita & 3D-Monitor
© Reuters

Preise für die verschiedenen Vita-Varianten. Bild: (c) Reuters

Playstation Vita
Die Playstation Vita hat einen Touchscreen-Bildschirm mit hoher Auflösung, eine berührungsempfindliche Rückseite und kommt ins Internet nicht nur über Wifi, sondern bei einem Modell auch über eine 3G-Verbindung. Der Bildschirm mit einer Diagonalen von 5 Zoll (12,7 cm) soll dank organischer OLED-Technik besonders leuchtende Farben liefern. Der Preis liegt bei 249 Euro für das WLAN-Modell und 299 Euro für die Variante mit UMTS-Verbindung. Das Einstiegsmodell kostet also exakt so viel wie Nintendos 3D-Handheld 3DS .

Totale Vernetzung
Brisant angesichts der Sicherheitsprobleme ist, dass die Vita noch stärker als bisher auf das vernetzte Spielen setzt. Das Management entschuldigte sich erneut für die Sicherheitsprobleme, die zu einem massiven Diebstahl von Kundendaten beim Playstation Network geführt hatten und den Dienst mehr als einen Monat offline hielten. Unbekannte hatten Mitte April Daten von insgesamt mehr als 100 Millionen Kunden des Playstation Network sowie des Film- und Musikdienstes Qriocity erbeutet.
Weitere Sicherheitspannen folgten.

Starke (Smartphone-)Konkurrenz
Von der PSP (Playstation Portable) verkaufte Sony seit dem Marktstart im Frühjahr 2005 mehr als 70 Millionen Geräte. Nun soll die neue Konsole Nutzer von Handy-Spielen zurückgewinnen. Denn der PSP machte zuletzt die Ausbreitung der Smartphones zu schaffen: Viele Kunden daddeln stundenlang an ihren Computer-Telefonen herum, während die Spiele dort oft nur einen Bruchteil der üblichen Preise kosten. Mit dem Xperia Play hat Sony zudem ein spezielles Spiele-Smartphone im Angebot. Auch Konkurrent Nintendo versucht deshalb, auf seiner mobilen Konsole etwas zu bieten, was es auf dem Smartphone nicht gibt, und brachte das Modell 3DS mit dreidimensionalen Bildern auf den Markt.

Sony auf der E3: Playstation Vita & 3D-Monitor
© Reuters

Bild: (c) Reuters

3D-Monitor startet im Herbst
Der für Herbst angekündigte neue Playstation-Monitor hat eine für heutige Maßstäbe relativ bescheidene Bildschirmdiagonale von 24 Zoll (knapp 71 cm). Allerdings bekommen zwei Spieler mit Hilfe spezieller Technik unterschiedliche 3D-Bilder zu sehen. In Tests von US-Fachjournalisten unmittelbar nach der Vorstellung funktionierte das größtenteils gut. Der Preis soll bei rund 500 Dollar (343 Euro) in den USA liegen.

Neue Hacker-Attacken
Unterdessen lassen Computer-Hacker Sony nicht mehr aus dem Visier. Am Montag gab eine Gruppe an, auch noch in das Netzwerk für Spiele-Entwickler eingedrungen zu sein. Zum Beweis veröffentlichten die Hacker von "Lulz Security" einen Quellcode im Internet, der nach ihren Angaben vom Sony Computer Entertainment Developer Network stammt.

"Lulz Security" hatte vergangene Woche Sony die nächste Blamage beschert als die Hacker in die Website der Filmtochter Sony Pictures einbrachen und dort nach eigenen Angaben Zugriff auf eine Million unverschlüsselte Passwörter hatten. Aus "Mangel an Ressourcen" hätten sie aber nur einige zehntausend heruntergeladen und
die Informationen zeitweise online veröffentlicht.

Auch Nintendo im Visier
Am Wochenende stattete "Lulz Security" auch dem Spiele-Spezialisten und Sony-Konkurrenten Nintendo einen Besuch ab , dies blieb aber harmlos. Die Hacker-Gruppe wies nach eigenen Angaben lediglich auf eine Schwachstelle hin, die inzwischen gestopft worden sei. Es seien keine Kundendaten oder Firmeninformationen gestohlen worden, sagte ein Nintendo-Sprecher der BBC. Der Zeitpunkt ist für den Spiele-Konzern dennoch ungünstig: Auf der E3 will Nintendo mehr Details zu dem mit Spannung erwarteten Nachfolger für seine Spielekonsole Wii (Project Café) präsentieren.

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Sonys Next Generation Portable

Der Nachfolger der PlayStation Portable, die Next Generation Portable (NGP), wird in drei Farben erhältlich sein.

Neben dem 5-Zoll HD-Touchscreen sind die Steuerelemente angeordnet. Außerdem gibt es auf der Vorderseite, genau...

...wie auf der Rückseite eine Kamera. Des Weiteren stattet Sony die NGP hinten mit zwei zusätzlichen Touchpad aus. Diese...

..sollen eine bisher unerreichte Steuerung ermöglichen.

Der Sony Computer Entertainment Präsident Kazuo Hirai ist sichtlich stolz auf sein neues Baby.

Weitere Highlights sind u. a. WLAN, 3G, Quad-Core Prozessor, Gyroskop, GPS und Kompass.

Nintendo 3DS im ersten Test

Die 3DS besitzt zwei Bildschirme, von denen der obere den regelbaren 3D-Effekt aufweist. Auch eine 3D-Kamera, Beschleunigungs- und Bewegungssensor und WLAN sind mit an Bord.

Bei der Präsentation in Wien war der Andrang riesig.

Vor dem Test wurden alle Funktionen ausgiebig vorgestellt.

Alle Bedienelemente sind optimal angeordnet und erklären sich von selsbst.

"Nintendo ist als ein Unternehmen bekannt, das sich vor allem mit dem Konsumenten beschäftigt und nicht nur mit Technologie allein", sagte Andreas Stadlbauer, Geschäftsführer des österreichischen Nintendo-Vertriebspartners Stadlbauer.

Der 3D-Effekt selbst war durchaus beeindruckend, aber bei jedem Spiel von unterschiedlicher Qualität. Zunächst kann man sich wenig darunter vorstellen,...

...doch wenn man die Konsole selbst in Händen hält und die Inhalte ohne Brille in der dritten Dimension sieht, kann man sagen, dass Nintendo die Aufgabe hervorragend gelöst hat.

Am unteren Touchpad (mit 3 Zoll etwas kleiner) kann man die Spiele per Pen (Eingabestift) bedienen. Hier ist es jedoch erforderlich, dass das Touchpad ideal zentriert ist, denn ansonsten fällt das Zielen, etc. sehr schwer.

Bilder vom Sony Ericsson Xperia Play-Test

Fünf Homescreens stehen zur Verfügung. Sie können alle...

...an die persönlichen Vorlieben angepasst werden.

Zahlreiche Widgets und Apps sind bereits vorinstallert. Andere...

...stehen im Android Market zum Download bereit.

Die Anzeige von Fotos und Videos ist besonders gut gelungen. Für einen...

...kompletten Überblick, kann man sich alle fünf Screens auf einmal ansehen.

Dank WLAN und UMTS steht auch dem Surfvergnügen nichts im Weg. Selbst...

...große Internetseiten werden schnell aufgebaut.

Ein gelungener Facebook-Client ist bereits vorinstalliert.

Das Hochladen von Fotos funktioniert besonders einfach.

Im Hochformat wirken die Zeichen der Tastatur etwas klein. Abhilfe...

...schafft wenn man das Gerät im Querformat hält.

Auf der Rückseite gibt es eine Kamera für Videos und Fotos. Auch ein Blitz ist mit an Bord.

Von hinten zeigt sich das Xperia Play im aufgeschobenen Zustand wenig spektakulär. Das ändert sich aber sobald man das Gerät...

...umdreht. Denn dann kommen die klassischen Playstation-Steuerelemente wie Kreis, Kreuz, Quadrat und Dreieck zum Vorschein.

Mit ihnen lassen sich die zahlreichen verfügbaren Spiele optimal bedienen. Dazu wurden die Spiele für das Xperia Play und seine dezidierten Spieletasten eigens optimiert.

Grafisch konnte Star Battalion voll überzeugen. Bei diesem Spiel wirken jedoch die Raumschiffe und gegnerischen Ziele etwas klein,...

...weshalb ein erfolgreicher Angriff schon einmal zur Geduldsprobe werden kann.

Besonderen Spaß machten vor allem FIFA 2010 und Bruce Lee. Diese beiden Spiele...

...eignen sich perfekt als kleiner Pausenfüller oder als Alternative zum klassischen Fernsehabend.

Rennspiele wie Asphalt 6 machen auch viel Spaß. Hier kann man sich seine passende Kameraeinstellungen aussuchen. Außerdem reagieren die Fahrzeuge auf Befehlseingaben sehr schnell und Präzise. So kommt echtes Rennfeeling auf.

Die Grafik (nicht nur bei FIFA 10) ist mehr als beeindruckend (sieht man auf dem Foto leider nicht so). Hier liegt...

...das Xperia Play tatsächlich auf PlayStation 2 Niveau.

Wenn man das Gamepad während eines Spiels wieder unter das Display schiebt, erscheinen am Touchscreen kleine Bedienelemente, mit denen man auch im geschlossenen Zustand weiterspielen kann.

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