Unbedingt prüfen! Sind Sie vom Mega-Hack betroffen?

773 Mio. Log-in-Daten online

Unbedingt prüfen! Sind Sie vom Mega-Hack betroffen?

Im Internet ist ein Datensatz mit Millionen Passwörtern und E-Mail-Adressen aufgetaucht. 

Neue Schock-Nachricht für Internet-Nutzer: Im World Wide Web ist ein gewaltiger Datensatz mit gestohlenen Log-in-Informationen aufgetaucht. Darin enthalten seien knapp 773 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen und über 21 Millionen im Klartext lesbare unterschiedliche Passwörter enthalten, berichtete der IT-Sicherheitsexperte Troy Hunt am Donnerstag. Auch Adressen mit der heimischen Endung ".at" sind betroffen.
 

"Collection #1"

Hunt nennt die Sammlung "Collection #1", weil so der Stammordner heißt, auf den er vergangene Woche beim Datenspeicherdienst "Mega" gestoßen ist. Der mittlerweile wieder verschwundene, mehr als 87 Gigabyte große Datensatz bündelt Informationen "aus vielen einzelnen Datendiebstählen und Tausenden verschiedenen Quellen", wie Hunt in einem Blogeintrag schrieb. Man kann ihn also auch als eine Art "Mega-Hack" bezeichnen.
 
 

Kontroll-Tool

Der Microsoft-Mitarbeiter betreibt die Webseite haveibeenpwned.com (externer Link ganz unten) - was übersetzt so viel wie "Bin ich gehackt worden?" heißt. In Hunts Datenbank können Internetnutzer überprüfen, ob ihre E-Mail-Adressen oder Passwörter von Datendiebstählen betroffen sind. Dafür muss man nur seine E-Mail-Adresse(n) in das Kontrollfeld eintragen (siehe Screenshot). Die "Collection #1" stuft Hunt als "unverifiziert" ein, weil eine zweifelsfreie Überprüfung der Legitimität nicht möglich sei. Alle Nutzer sollten unbedingt prüfen, ob ihre Daten in der Kollektion auftauchen und gegebenenfalls ihre Passwörter ändern.
 
© haveibeenpwned.com / Toy Hunt

Datensätze auch aus Österreich

In den vergangenen Jahren hatte es diverse Hacker-Attacken gegeben, bei denen zum Teil Hunderte Millionen Kombinationen aus E-Mail-Adressen und Passwörtern erbeutet worden waren - teils auch bei österreichischen Firmen, wie ein Verzeichnis nahelegt, das ebenfalls aufgetaucht ist und insgesamt mehr als 2.000 angebliche Datendiebstähle auflistet, aus denen sich die "Collection #1" zusammensetzen soll. Die Passwörter waren dabei aber größtenteils verschlüsselt.
 
Sicherheitsexperten wie der NSA-Aufdecker Edward Snowden empfehlen Internetnutzern, ein eigenes Passwort für jede Webseite zu verwenden und diese in einem verschlüsselten Passwortmanager zu speichern. In der "Collection #1" sind auch österreichische E-Mail-Adressen mit .at-Endung enthalten.
 
 

Externer Link

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