Kate

Extravagant

Das Brautkleid von Lady Gaga Designerin

Klassische Robe von extravagantem Designer wird der Etikette gerecht.

Mit der Wahl ihres Hochzeitskleides wird Kate der Etikette und gleichzeitig ihrem Geschmack gerecht. "Ich finde es extrem schön, edel und stimmig - elegant, edel und bescheiden, wie sich Kate als Persönlichkeit präsentiert", lobte die österreichische Modeexpertin Irmie Schüch-Schamburek das Design.

"Schlichtheit ist Programm. Aber die Wahl des Designers ist natürlich sehr extravagant. Der im Vorjahr durch einen Selbstmord aus dem Leben geschiedene Alexander McQueen, von dessem Labe die Robe stammt, war das Enfant terrible der Modeszene." Dabei gilt Sarah Burton als Lieblingsdesignerin von Lady Gaga und ist bekannt für exzentrische Designs ganz im Stil von Alexander McQueen.

Diashow: Prinzessin Kates Brautkleid

Prinzessin Kates Brautkleid

×

    Die Designerin
    Die neue Alexander McQueen-Chefin Sarah Burton habe für den verstorbenen Modeschöpfer typische Stilmerkmale wie einen ausladenden Faltenwurf im Schoß des Brautkleides eingearbeitet. Gleichzeitig ist die Silhouette schlank mit einer ganz schmalen Korsage, so Schüch-Schamburek. "Grace Kelly hat einen ähnlichen Bustierschnitt getragen."

    Schlichtheit
    Auf Schlichtheit hat Kate auch beim Diadem geachtet, das laut der Nachrichtenagentur dpa eine Leihgabe von Queen Elizabeth II. ist. "Es ist kein ganz großes Diadem wie es die Queen oder Diana bei ihrer Vermählung getragen hatten, sondern eine kleinere Variante", erklärte Schüch-Schamburek. Das Schmuckstück wurde laut dpa 1936 bei Cartier gefertigt und vom Vater der Queen, König Georg VI. für seine Ehefrau "Queen Mum" gekauft. Diese schenkte es Elizabeth II. zu deren 18. Geburtstag. Das Diadem ist das "Geborgte", das die Braut einer alten Tradition zufolge neben etwas Neuem, etwas Altem und etwas Blauem tragen soll.

    Das Kleid
    Das Brautkleid besticht auch durch die Verarbeitung. "Ich mutmaße, es ist aus einem Seidentaft oder Satin. Das kann man im Fernsehen nicht so gut erkennen", meinte Schüch-Schamburek. "Es ist vom Rocksaum aufwärts bestickt, vermutlich handgemacht. Es steckt also auch sehr viel Detailarbeit und Handwerkskunst darin." Beim Schleier habe Kate eine Variante gewählt, durch die das gesamte Gesicht zu Beginn verdeckt ist, vermutlich um Details ihres Outfits bis zur Zeremonie möglichst geheim zu halten. "Dass sie ihre Haare offen trägt, ist ungewöhnlich aber sehr schön und stimmig. Festlicher wäre freilich eine Hochsteckfrisur", urteilte Schüch-Schamburek.

    Diana's Stil
    Im Vergleich zum Hochzeitskleid von Diana, Prinz Williams Mitter, sieht man laut der Modeexpertin einen großen Unterschied - durch die Epochen und die Persönlichkeit der Frauen: "Dianas Zeit war geprägt vom Hedonismus und Überfluss, wo man den Prunk nach außen getragen hat und die Wirtschaft floriert hat. Kates Kleid ist elegant und schlicht auch weil man bewusster und nachhaltiger denkt und Klasse ohne Prunk symbolisieren will." Im Gegensatz zum Brautkleid von Schwedens Kronprinzessin Victoria (33), die im Juni 2010 heiratete, besticht das Kleid der nunmehrigen Herzogin von Cambridge durch die Kunst des Designers. "Victorias Kleid war noch schlichter und klassischer Es hatte bei weitem nicht so viel Raffinesse", betonte Schüch-Schamburek.

    Die Queen in Gelb
    Interessant ist auch die Symbolik der Hochzeitskleider von Williams und Kates Familien. "Die Farbe Gelb der Kleidung der Queen ist extrem positiv", erklärte Schüch-Schamburek. "Man könnte sagen, sie hat ausgesehen wie ein Sonnenstrahl." Auch Williams Stiefmutter Camilla habe ein gelbes Kleid tragen wollen, sich der Rangordnung des Hochadels laut der niemand die selbe Farbe wie die Höherstehenden tragen dürfe aber unterordnen müssen. Die von Camilla daraufhin gewählte Variante ist laut der Modeexpertin ebenso wie die Kleidung von Kates Mutter Carole etwas "unglücklich": Die pastellfarbenen Kleider der beiden Frauen sind der Farbe weiß zu ähnlich, was bei einer Hochzeit eigentlich vermieden werden sollte.