Sommer Literatur

Belvedere-Chefin bringt Klimt-Buch heraus

Agnes Husslein-Arco
© TZ Österreich Mueller Christian/Prestel
Über 200 Aufnahmen bieten  Vorgeschmack auf die Ausstellung "Bildrauschen".

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Als zwei selbstbewusste Künstler präsentieren sich Emilie Flöge und Gustav Klimt auf dem Cover eines neuen, ihnen gewidmeten Buches. Die 1910 in einem Garten am Attersee entstandene Fotografie ist nur eine von über 200 Aufnahmen in dem von Belvedere-Direktorin Agnes Husslein-Arco und ihrem Vize Alfred Weidinger herausgegebenen Fotoband, der auch bisher unveröffentlichten Aufnahmen des berühmten Künstlerpaares beinhaltet. Die Fotos der beiden zeigen stets "ein gleichberechtigtes Miteinander und verdeutlichen, was für eine wichtige Konstante Emilie Flöge im Leben von Gustav Klimt war", meint Weidinger

Klimts Familienfotos inklusive
Anonyme Familienfotos und Porträtaufnahmen berühmter Fotografen wie Anton Josef Trcka, Madame d'Ora oder Moriz Nähr, Schnappschüsse aus der Sommerfrische und Modeaufnahmen, Bilder berühmter Gemälde, noch ganz frisch im Atelier, aber auch Vorbild-Fotos für Gemälde - die Motive sind ebenso unterschiedlich wie die Motivationen. "Zwischen Kunst und Fotografie bestand um die Jahrhundertwende ein intensives Spannungsverhältnis", beschreibt es Husslein-Arco. "Fotografien waren Inspiration und Hilfsmittel für bildende Künstler, ebenso bemühten sich zahlreiche Fotografen, in die Welt der bildenden Kunst vorzustoßen."

Klimt für Belveder wichtig
"Für das Belvedere ist dieses Thema außerordentlich wichtig, deshalb werden wir in der nahen Zukunft mit der Ausstellung 'Bildrauschen' eine Standortbestimmung der künstlerischen Fotografie in Wien um 1900 vornehmen. Der Bildband bietet darauf einen ersten Vorgeschmack", kündigte die Direktorin in einer Aussendung an. Das Buch stellt die zweite Publikation der Reihe der "Belvedere Klimt-Dokumentation" dar. Als dritter Band wird ein Gesamtkatalog der Klimt-Schriften vorbereitet.

Info
"Gustav Klimt & Emilie Flöge. Fotografien" Hrsg. von Agnes Husslein-Arco und Alfred Weidinger, Prestel, 240 Seiten mit 253 Abbildungen, 25,70 Euro, ISBN: 978-3-7913-5254-1)

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET



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