Spott und Neid im Internet. Das regt auch ORF-Stars auf.
Wien. „Früher gab’s in Österreich Mozart, Schubert, Strauss. Und heute? Cosmó!“, „Passt genau zum ORF. Zum Schämen: 0 Punkte“ oder besonders verachtend: „Mädchen oder Bub oder wissen wir das noch nicht?“ Heftiger und hasserfüllter Gegenwind für unseren neuen Song-Contest-König Cosmó auf den Social-Media- Seiten des ORF.
Hass & Neid. Seitdem der 19-jährige Burgenländer am Freitag mit dem coolen Electropop-Hit Tanzschein in der großen ORF-Show Vienna Calling – wer singt für Österreich? durch den Sieg in der Publikumswertung das Song-Contest-Ticket für Österreich löste, wird er im Internet nicht nur gefeiert („Beste Wahl!“) sondern vor allem aufs Tiefste beschimpft und beleidigt. Und das voll Spott, Hass und Neid.
Unterstützung. Der Hass ist so schlimm, dass ORF-Star Caroline Athanasiadis, die ja am Freitag neben Vorjahrs-Sieger JJ und ESC-Insider Eric Papilaya, der 2007 für uns in Finnland am ESC teilnahm, vor 470.000 TV-Zusehern in der ORF-Jury saß, via Facebook unter dem Motto „Was wir nicht können ist gönnen!“ der Kragen platzt.
ORF-Jury-Star tobt: „Der Neid ist ein Hund“
Schutz. „Der Neid ist ein Hund. Aber einer von der nicht so niedlichen Sorte“, schreibt sie sich ihren Frust von der Seele: „Wie kann es sein, dass ein junger, ambitionierter, leidenschaftlicher Künstler wie Cosmó für einen Musikbeitrag innerhalb kürzester Zeit so viel Hass und Häme einstecken muss, nur weil einem persönlich sein Lied nicht gefällt?“ Athanasiadis tobt, man könne es ohnehin keinem rechtmachen, und nimmt dabei unseren neuen ESC-Star Cosmó in Schutz.
Rupp: „Gönnt ihm doch seine Freude“
Vergleiche. „Wenn Musiker*innen sich anhören müssen, dass ihre Musik zu ähnlich klingt wie die der internationalen Konkurrenz und deshalb werden sie nicht gespielt (schriftlich belegte, originale Absage), dann macht mich das wütend“, schreibt Caroline Athanasiadis in ihrem beherzten Posting und erntet dafür viel Lob.
Netz-Grantler. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Ex-ORF-Moderatorin Martina Rupp, die sich auf Facebook über „verbitterte Netz-Grantler“ wundert: „Gönnt ihm doch seine Freude an der Musik, seine Unbefangenheit!“ Auch Chris Lohner steht Cosmó vollends zur Seite: „Neid muss man sich verdienen, Häme kommt gratis!“
Auch Günter Tolar outet sich als Fan: „Cosmó gefällt mir recht gut.“
Cosmó: „Will genießen“. Cosmó selbst lässt die Kritik an sich abprallen. „Ich möchte auf jeden Fall diesen Weg bis zum Song Contest nur genießen. Und dort mein Bestes geben, um Österreich als Gastgeber zu vertreten!“
Hit. Allein dafür hat er sich die berühmten 12 Points schon mehr als verdient! Platz 1 ja sowieso. Denn gibt’s allen Gegenwind zum Trotz bei iTunes. Da ist Tanzschein der meistverkaufte Song des Landes.