Gerhard Berger

Scheidung

Gerhard Berger: Der Rosenkrieg beginnt

Streit vor Gericht: Ana Berger pocht auf Unterhalt & Traumhaus in Tirol.

Er war immer ein Charmeur. Einer, der die Damen mit seinem bodenständigen Charme reihenweise beeindruckte. Anders ausgedrückt: Der Gerhard war „einer der größten Playboys im Rennzirkus“, sprich: ein Lebemann, wie er im Buche steht, wie sich ein Freund mit verschmitztem Grinsen im Gesicht erinnert. Auf gut Deutsch: ein wilder Hund, ein ganz wilder...

Dass Gerhard Berger seine alten Vorlieben auch in der Ehe nie ganz ablegen konnte, ist natürlich auch seiner Ehefrau Ana nicht verborgen geblieben. Das ehemalige portugiesische Topmodel, das sich von der österreichischen Motorsportlegende schon 2010 getrennt hatte, will sich nämlich jetzt scheiden lassen. Damit das Ganze sozusagen endlich hochoffiziell ein Ende hat.

Schade, denn lange Zeit sah es danach aus, als hätte die 46-jährige Schöne den 53-Jährigen tatsächlich gezähmt. Und zwar endgültig. Die Bergers lebten in Monaco nämlich ein Vorzeige-Familienleben – samt ihren zwei entzückenden Töchtern Sarah-Maria, 16, und Heidi, 15. Auch mit Bergers Tochter Christina Troppmaier, 32, die aus Bergers erster Ehe stammt und mit ihrer Mutter in Österreich lebt, verstanden sich alle wunderbar. Patchworkglück pur also.

Scheidung in Tirol
Doch nun ist Feuer am Dach oder besser: Sand im Getriebe bei der Formel-Eins-Legende. Schuld daran sollen gleich mehrere außergerichtliche Affären seinerseits sein. Ana wirft ihren Noch-Ehemann in der Scheidungsklage nämlich „ehewidrige Beziehungen, Lieblosigkeit und Kontrollwahn“ vor. Obwohl die beiden längst getrennt waren, soll Berger ihr Handy überprüft haben.

Eingereicht wurde die Klage übrigens in Kufstein, wo am 21. September die erste Tagsatzung stattfindet. Neben seinem Wohnsitz in Monte Carlo pendelt Berger nämlich regelmäßig nach Tirol, weil er hier zwei Firmen hat. Beim ersten Gerichtstermin soll zunächst aber nur einmal geklärt werden, ob das Gericht in Kufstein für die Scheidung überhaupt zuständig ist. Wie man hört, stehen die Chancen dafür aber nicht schlecht. Ana Berger wird übrigens von der renommierten Wiener Top-Juristin Kristina Venturini-Köck aus der Kanzlei Boran, Heck & Venturini-Köck vertreten, die schon Lisi Polster siegreich von ihrem Toni schied. Für Gerhard Berger wiederum zieht Wilfried Plattner ins Rennen, der eine außergerichtliche Einigung erreichen will.

Streit ums liebe Geld
Natürlich geht es auch hier ums liebe Geld. Bei Berger ist dies geschickt in mehreren Gesellschaften und Stiftungen geparkt. So zum Beispiel auch sein Traumhaus im Tiroler Söll, das offiziell nicht mehr ihm, sondern der Christina Privatstiftung gehört. Stifterin ist – neben Berger – seine Tochter.

Berger, der in Formel-Eins-Zeiten Jahresgagen von fetten zehn Millionen Dollar eingefahren haben soll, hat in puncto Geld eben ein glückliches Händchen. Er besitzt 50 Prozent an der Berger-Transport-Gruppe in Wörgl, einer Spedition, die sich auf den Frachtverkehr spezialisiert hat. Daneben gibt’s noch die Berger- Beteiligungs-AG in Liechtenstein, diverse Wohnungen in Monaco sowie Beteiligungen an der Christina Privatstiftung.

„Friedliche Scheidung“
Angeblich wollen sich die Bergers friedlich einigen. Denn Ana soll es nicht auf Gerhards Millionen abgesehen haben, sondern will sich nur ihren Unterhalt sowie das Haus in Tirol sichern. Doch dies gehört über eine Privatstiftung ja ihrer Stieftochter... „Dieses Haus hat für sie eine große, emotionale Bedeutung“, erklärt Anas Anwältin Venturini-Köck auf Anfrage. Und in Richtung Gerhard Berger: „Aus einer Privatstiftung kann man alles herauslösen, was man will.“

Einig sind sich die Bergers jedenfalls darin, dass man eine öffentliche Schlammschlacht um jeden Preis vermeiden will – im Sinne der Kinder. „Wir streben eine friedliche, schnelle und faire Lösung an“, gibt Venturini-Köck zu Protokoll. Hoffentlich bleibt dies auch so, wenn es sich bei der Vermögensaufteilung spießt.

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