Der ORF und sein Serien-Dilemma

TV-Kritik

Der ORF und sein Serien-Dilemma

Ähnlich drunter und drüber wie im Salzburger Wohnhaus von Sarah Horrowitz (Elfi Eschke) scheint es derzeit auch in der ORF-Serien-Planung zu laufen. Zwei aktuelle Beispiele:

Oben ohne
ORF 2 strahlt am Freitag zwei neue Folgen von Oben ohne mit Publikumsliebling Eschke aus. Gut, die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind schwierig zu bespielen. Aber auch im darauffolgenden Samstag-Hauptabend – für Serien dieser Art ein noch untypischerer Sendeplatz als der Freitag – zeigt ORF 2 eine Doppel-Episode. Und dieser Vierer-Pack zeugt von einer gewissen Hilflosigkeit im Bemühen, attraktives Programm für die wichtigsten Sendeplätze zu finden.

Grey’s Anatomy
Die Programmplaner im ORF wurden von der Entscheidung bei ProSieben, Grey’s Anatomy schon ab 9. Jänner auszustrahlen, offensichtlich völlig überrascht. Die Folge: Rasch rückte der ORF, der die neue Staffel vor dem deutschen Privatsender zeigen darf, den Staffelstart am 7. Jänner ins Programm. Doch weil auf dem bewährten Serien-Platz von Grey’s Anatomy (ORF eins, 21.05 Uhr) noch aktuelle (Rest-)Folgen einer Mentalist-Staffel laufen, gibt es Grey’s Anatomy zum Staffelstart erst um 22.00 Uhr.

Dieses planlose Herumschieben einzelner Serien, das Aufsplitten von Staffeln verwirrt und verärgert die Zuschauer. Sie danken es dem ORF mit um- und wegschalten.

Autor: Albert Sachs
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