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Lüften – aber richtig!

Mehrmals täglich die Fenster auf: Wie Sie richtig lüften und warum das so wichtig ist.

Gute Luft in unseren Wohn- und Arbeitsräumen ist eine Frage der Hygiene und auch wichtiger für unser Wohlbefinden, als man vielleicht glauben mag. Durch regelmäßiges Lüften werden verbrauchte Luft und Schadstoffe nach draußen abgeführt. Gleichzeitig kommt frische Luft mit neuem Sauerstoff herein. Und den brauchen wir, um wach und konzentriert zu bleiben. Deshalb wirkt ja auch ein Spaziergang im Freien so erfrischend und belebend. Wenn Sie sich also müde und unwohl fühlen, ist möglicherweise zu wenig Sauerstoff im Raum. Dann heißt es Fenster auf und frische Luft herein!

Feuchte Luft vermeiden

Regelmäßiges Lüften hat noch einen zweiten Vorteil: Es senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum und verhindert das Risiko von Schimmel an den Wänden. Dieser sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch der Gesundheit schaden. Und er wächst eben besonders gern in feuchter Umgebung. Deshalb sollte feuchte Luft regelmäßig durch frische Luft ersetzt werden. Feuchtigkeit entsteht übrigens nicht nur beim Duschen, Kochen oder Waschen, sondern auch ständig beim Atmen. In einem Haushalt mit vier Personen gelangen täglich etwa zehn bis zwölf Liter Wasser in die Raumluft. Wer es genau wissen will, benützt ein Hygrometer, um die Luftfeuchtigkeit zu messen. Liegt sie über 60 Prozent, ist es Zeit zum Lüften.

Lüften – aber richtig!
© Gettyimages
Schimmel entsteht durch zu hohe Luftfeuchtigkeit – regelmäßiges Lüften schützt Wohnräume und Gesundheit.

Wie oft sollte man lüften?

Am besten lüftet man morgens nach dem Aufstehen, ein- bis zweimal tagsüber und abends vor dem Schlafengehen. Frische Luft im Schlafzimmer hilft übrigens auch beim Ein- und Durchschlafen. Beim Kochen oder Duschen entsteht viel Dampf – diesen sollte man zusätzlich sofort nach draußen lassen. Wer sich an diese Regeln hält, öffnet also mehrmals am Tag die Fenster. Wird durch zu häufiges Lüften nicht Heizenergie verschwendet? Nicht, wenn Sie richtig lüften!

So lüften Sie richtig

Am effektivsten ist das sogenannte Querlüften: Dabei öffnet man gegenüberliegende Fenster und Türen für etwa eine bis zu fünf Minuten. Wenn es nur Fenster auf einer Seite gibt, ist Stoßlüften die Methode der Wahl. Dabei dauert es bei weit geöffnetem Fenster ungefähr fünf bis zehn Minuten, bis die Luft im Raum ausgetauscht ist. Je kälter es draußen ist, desto schneller geht es. Fenster im Winter dauerhaft gekippt zu lassen ist hingegen nicht sinnvoll. Die Luft wird so kaum ausgetauscht, dafür geht aber viel Heizenergie verloren.

Heizkosten sparen

Wenn Sie richtig lüften, können Sie sogar Heizkosten sparen. Denn frische Luft enthält weniger Feuchtigkeit und erwärmt sich daher schneller. Wichtig ist aber, im Winter nur kurz stoß- oder querzulüften. So kühlen Wände und Möbel nicht aus, und der Raum wird schnell wieder angenehm warm. Die ideale Temperatur liegt im Wohnzimmer bei etwa 20 bis 22 Grad. Im Schlafzimmer reichen meist 16 bis 18 Grad für guten Schlaf. Mehr zum Thema Heizkosten lesen Sie hier!

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