Holen Sie sich Natur ins Wohnzimmer! Zimmerpflanzen sehen schön aus, tun der Seele gut und sorgen ganz nebenbei für gute Luft. Die meisten sind pflegeleicht – also nur Mut!
Zimmerpflanzen bringen Leben und Wohnlichkeit in das Zuhause. Doch sie können noch mehr: Sie wirken beruhigend auf die menschliche Psyche und sorgen für gute Luftqualität in Innenräumen. Denn mit ihren Blättern holen sie Kohlendioxid aus der Umgebungsluft und produzieren über die Photosynthese frischen Sauerstoff. Aber auch Schadstoffe, die zum Beispiel aus Möbeln und Farben austreten, können sie absorbieren. Wir haben einige der beliebtesten „lebenden Luftfilter” für Sie zusammengestellt:
Die großen Luftreiniger
Die Birkenfeige (auch als Ficus benjamini bekannt) gehört zu den bekanntesten luftreinigenden Pflanzen. Sie mag es hell, aber nicht zu sonnig und reagiert empfindlich auf Zugluft und Temperaturveränderungen. Hat sie aber einen passenden Platz, dann kann sie sogar Raumhöhe erreichen und wird auf jeden Fall zum attraktiven Hingucker.
Viel grüne Fläche für die Sauerstoffproduktion bietet das Fensterblatt. Mit seinen bis zu 80 Zentimeter großen Blättern entzieht es der Luft Schadstoffe und kommt auch ohne viel Sonnenlicht aus. Ideal also um eine vom Licht vernachlässigte Ecke mit grüner Frische aufzuwerten.
Imposant und dekorativ
Ein lebender Luftfilter ist auch der Gummibaum. Mit seinen flächigen, fleischigen Blättern macht er richtig Eindruck, ist dabei sehr robust und verzeiht auch, wenn er einige Zeit ohne Wasser auskommen muss. Nur Zugluft verträgt er nicht. Eine exotische Erscheinung ist der Drachenbaum. Mit seinem schlanken Stamm und den darauf sitzenden schmalen Blättern macht er sich gut als alleinstehendes Prachtstück, während er ständig Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen und Xylole aus der Luft absorbiert.
Genügsam und wachstumsfreudig
Kaum umzubringen ist die Efeutute. Sie wächst und wächst und wächst, auch wenn sie längere Zeit kein Wasser bekommt. Perfekt also für alle, die viel Grün mit wenig Aufwand verbinden wollen. Die herzförmigen Blätter ranken sich dankbar an allem entlang, was man ihnen zur Verfügung stellt und verwandeln jede zuvor reizlose Nische in ein grünes Paradies. Wird ein Trieb zu lang: einfach abschneiden, die Pflanze nimmt es nicht übel. Auch die Efeutute nimmt über ihre Blätter Schadstoffe – vor allem das toxische Formaldehyd – auf und sorgt so für ein gesundes Raumklima. Ähnlich auch die Grünlilie, die mit ihren schmalen, zweifarbigen Blättern auch optisch viel Frische ins Wohnzimmer bringt. Sie eignet sich gut als Hängepflanze und lässt sich dank ihrer vielen Ableger sehr einfach vermehren. So wird aus einem Pflänzchen mit der Zeit ein kleiner Dschungel.
Mehr Sauerstoff im Schlafzimmer
Die meisten Pflanzen produzieren nachts mehr CO2 als Sauerstoff und sind daher nicht für das Schlafzimmer zu empfehlen. Anders der Bogenhanf: Er filtert viele Giftstoffe aus der Luft und liefert auch nachts extra Sauerstoff. Mit seinen schwertförmigen Blättern sieht er nicht nur elegant aus, sondern ist auch ein richtiger Überlebenskünstler, der nur wenig Wasser braucht und auch ohne viel Licht gut über die Runden kommt.
Zarte Schönheit fürs Badezimmer
Farne versprühen mit ihren zarten, hellgrünen Wedeln exotischen Flair, besonders wenn sie von der Decke hängen dürfen. Was sie brauchen: Feuchtigkeit. Und zwar sowohl in der Erde als auch in der Luft. Das Badezimmer ist daher der perfekte Ort für sie. Auch deshalb, weil Farne nicht viel Licht brauchen.
Grüner Daumen? Nicht nötig.
Um ein paar Zimmerpflanzen gut zu versorgen, braucht es kein besonderes Talent. Sie wachsen üblicherweise ganz von alleine, vorausgesetzt die Bedingungen passen. Dann bringen Sie viel Wohnlichkeit und Freude in Ihr Zuhause.