Amokfahrt Graz

Prozess des Jahres

136 Zeugen schildern das Grauen und ihr Entsetzen

Vor allem das Schicksal der Kinder sorgt für atemlose Stille im randvollen Gerichtssaal.

„Der kleine Valentin ist auf dem Rücken gelegen, die Hände zur Seite. Er hat ausgesehen, als ob er schlafen würde.“ Dann bricht der Zeugin die Stimme weg – es sind Momente wie diese in den acht Prozesstagen, die das Grauen der Amokfahrt wieder wachrufen. Tatsächlich war der Bub (4) sofort tot.

Grazerin befürchtete:
Mann und Sohn tot?

Immer wieder schilderten Augenzeugen aufheulende Motorengeräusche und dumpfe Aufschläge, wenn Menschen durch die Luft geschleudert wurden, als Alen R. durch die Herrengasse raste. „Ich dachte, ich bin in einem Horrorfilm“, sagte ein Zeuge, ein weiterer glaubte an eine Explosion, als Stühle, Tische, Sonnenschirme und Menschen wie ein „Wirbelwind“ durch die Herrengasse geschleudert wurden.

Stunden der Angst erlebte eine Grazerin, die zeitweise befürchten musste, dass ihr Sohn (damals 9) und ihr Ehemann tot sind. Noch am Tatort habe sie zu ihrem zweiten Sohn gesagt: „Komm, wir müssen uns von Philipp verabschieden, er wird sterben.“



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