Der große Einbrecher-Atlas

12.975 Verbrechen

Der große Einbrecher-Atlas

Einbrecherparadies Österreich. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.

Abgesehen von ­einem Verbrechen gegen Leib und Leben ist es die schlimmste Form von Kriminalität: der Einbruch in die eigenen vier Wände durch Fremde, die Zer­störung der Privatsphäre. Nicht wenige Betroffene ­leiden anschließend ihr ­Leben lang unter panischen Ängsten.

Laut aktueller Kriminalitätsstatistik ging die Zahl der Einbrüche 2016 in Österreich zwar um 16,4 Prozent zurück, doch es waren immer noch 12.975 Verbrechen, denen Haus- und Wohnungseigentümer zum Opfer fielen. Gerundet sind das 35,5 Einbrüche jeden Tag oder einer alle 90 Minuten.

Die Bundeshauptstadt liegt wieder an der Spitze der Kriminalitätsrate. Hier wurde 6.173 Mal in fremde Wohnungen und Häuser eingestiegen. Am schlimms­ten: der 10. Bezirk Favoriten mit 644 Verbrechen. Hunderte von Kellereinbrüchen sind in den Wiener Zahlen allerdings noch nicht enthalten.

Am sichersten lebt es sich im Burgenland. Hier ist die Zahl der Einbrüche um 38,4 Prozent auf „nur“ noch 141 zurückgegangen.

Polizei: Die meisten Einbrecher sind Ausländer

Laut Innenministerium wurden im vergangenen Jahr 2.057 tatverdächtige Einbrecher festgenommen. Davon waren 342 Inländer und 1.715 Ausländer. Die führenden Täternationen sind Rumänien, Serbien, Georgien, Albanien und Kroatien.

Auch diese Zahlen erklären, warum in Österreich mittlerweile 50 Prozent aller Insassen in den Justizanstalten Ausländer sind. Jeder von den rund 4.000 Häftlingen kostet den Steuerzahler etwa 108 Euro pro Tag.

Die Aufklärungsquote der Polizei bei Einbrüchen ist mit zehn Prozent traditionell niedrig. Oft bekommen Opfer die Taten erst Tage später mit, wenn die Einbrecher längst über alle Berge sind. Häufig handelt es sich um Banden, die sich nach ihren Coups sofort ins Ausland absetzen. Nur zehn Prozent der Einbrüche werden geklärt

Wien ist am unsichersten

6.173 Mal wurde in der Bundeshauptstadt eingebrochen. 
Am häufigsten in Favoriten (644), am wenigsten in der ­Inneren Stadt (99). Auffallend: Im 13. Bezirk Hietzing ist 
die Zahl der Einbrüche am stärksten gestiegen – plus 21,15 Prozent. Am meisten ­abgenommen hat sie in der Donaustadt – minus 34,73 Prozent.

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