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Tötungsdelikte

Europa-Rekord bei Morden an Frauen in Österreich

Wien. Heuer wurden landesweit bereits 35 Morde verübt. 31 Opfer sind weiblich. In keinem anderen europäischen Land ist der Anteil an Frauen bei tödlichen Gewaltverbrechen höher als in Österreich.

Kripo.at, das Onlinemagazin der Vereinigung Kriminaldienst Österreich, hat die Thematik zur Titelgeschichte gemacht: „Frauenmord-Land Österreich“ titeln die Polizisten.

Sie beziehen sich auf Zahlen von Eurostat, die allerdings aus dem Jahr 2015 stam­men. Dennoch hat sich am Trend nichts geändert. Das europäische Statistikamt verglich die Zahlen in 34 Ländern, ging jedoch über die reine Mordstatistik hinaus. Eurostat zählte „Opfer eines tätlichen Angriffs“.

So kamen die Statistiker auf 55 Tote, von denen 31 weiblich waren. Der Anteil an Frauen unter den Opfern lag damit bei 56,36 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt bei 36,4 Prozent.

Nur in Norwegen (14 von 25) und in Slowenien (9 von 17) wurden ebenfalls mehr Frauen als Männer umgebracht, jedoch nicht in dem Ausmaß wie in Österreich.

Die meisten der 31 weiblichen Mordopfer starben durch einen Beziehungstäter aus dem persönlichen Umfeld. Sie wurden erwürgt, erschossen, meistens jedoch erstochen. Die häufigsten Motive: Eifersucht, Scheidung, gekränkte Gefühle.

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