Riesen-Ärger über Lkw-Skandal

Chaos nach Schnee-Schock

Riesen-Ärger über Lkw-Skandal

Österreichweit blieben Hunderte Lkws hängen, Unfälle forderten Tote.

Zwei Todesopfer und totales Chaos auf Österreichs Straßen: Das ist die Schreckensbilanz des frühen Wintereinbruchs in Österreich. Bis zu 42 Zentimeter Neuschnee fielen gestern vom Himmel – so viel wie um diese Jahreszeit seit Jahrzehnten nicht mehr.

A21: 30 Lkw abgeschleppt
Besonders schlimm waren die Zustände auf der A21. Die Wiener Außenringautobahn musste zu Mittag stundenlang komplett gesperrt werden.

Diashow: A21 gesperrt

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A21-Sperre
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Die A21 wurde komplett gesperrt.

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Rund 30 Lkw befanden sich laut Asfinag auf der gesperrten Außenringautobahn.

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Die Lastkraftwagen wurden von Feuerwehren abgeschleppt.

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Abschleppunterehmen unterstützen die Feuerwehren beim Abschleppen der liegengebliebenen Lkw.

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PKW wurden an den liegengebliebenen Lkw vorbeigeschleust.



Keine Kettenpflicht verhängt
Die Autobahnmeisterei Asfinag hatte trotz des starken Schneefalls gestern Nachmittag keine Kettenpflicht für die A21 verhängt. „Der Untergrund war matschig, da müssten normalerweise Winterreifen reichen“, sagt Alexandra Vucsina-Valla von der Asfinag. Ein ÖSTERREICH-Lokalaugenschein ergab allerdings: Auf der Fahrbahn lag sehr wohl dicker Schnee.

Diashow: Klagenfurt versinkt im Schnee

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Seit einem Jahr gilt in Österreich die Winterreifenpflicht. Kontrollen gab es auf der A21 aber keine. Die Folge: Schlecht ausgerüstete Lkws stellten auf der rutschigen Fahrbahn quer. 30 Laster mussten von den Pannendiensten abgeschleppt werden. Etwa hundert Fahrzeuge saßen bei eisigen Temperaturen bis zu vier Stunden fest, bis sie an den Lkws vorbeigeleitet wurden.

„Das Problem sind meistens die ausländischen Lkws“, sagt Lydia Ninz vom ARBÖ. „Man müsste die Frächter mehr in die Pflicht nehmen.“ Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich: „Nach der Wirtschaftskrise sind jetzt wieder viel mehr Lastwagen unterwegs. Wir müssen strenger strafen.“

Zwei Todesopfer auf den spiegelglatten Straßen
Die eisglatten Straßen hatten gestern auch zwei Todesopfer gefordert. Ein 74-jähriger Wiener ist mit seinem Pkw gegen den Wagen eines Pensionisten-Ehepaars geprallt. Der Mann starb bei dem Verkehrsunfall im Nordburgenland, das Ehepaar wurde verletzt.

Auch in Oberösterreich kam ein Mann ums Leben, der vor seinem Haus auf einer spiegelglatten Brücke stürzte. Er dürfte auf den Hinterkopf gefallen sein und das Bewusstsein verloren haben.

Für Ärger sorgte auch die vorübergehende Sperre der A4 und einer Ausfahrt der A8. Ebenfalls Verkehrschaos und Staus gab es auf der A2, A7, A9 und der A23. In Wien mussten Busse umgeleitet oder kurzgeführt werden.

Noch ist das Schlimmste nicht überstanden: Am Freitag und am Samstag schneit es weiter.

Kältewelle
Eine Kältewelle rollt über Österreich. Die Karte zeigt: Das ganze Land war gestern zu Mittag tief in den Minusgraden. Am kältesten war es mit fast minus zehn Grad in Obertauern. Auch das Waldviertel fror bei minus acht Grad.

Die Neuschneemengen im ganzen Land sind beträchtlich: Im Gailtal in Kärnten schneite es allein gestern 40 Zentimeter. Auch in den niedriger gelegenen Städten fielen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee innerhalb von wenigen Stunden.

Die kältesten Orte
So viel Schnee fiel

Obertauern (S) -9,8

Gailtal (K) 40 cm

Litschau (NÖ) -8,3

Lienz (T) 18 cm

Brand (V) -8,2

Villach (K) 17 cm

Seefeld (T) -8,1

Villach (K) 17 cm

Zwettl (NÖ) -7,9

Klagenfurt (K) 11 cm

Allentsteig (NÖ) -7,6

Wien 10 cm

Retz (NÖ) -7,1

Graz (St) 8 cm

Silian (T) -6,1

Leibnitz (St) 8 cm

Reutte (T) -5,9

Fürstenfeld (St) 8 cm

Gars am Kamp (NÖ) -5,6

Linz (OÖ) 5 cm

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