Amokfahrt in New York: Oberösterreicherin entging knapp dem Tod

Als Ersthelferin vor Ort

Amokfahrt in New York: Oberösterreicherin entging knapp dem Tod

Die 23-Jährige wollte ihre USA-Reise mit dem Städtetrip beenden. Das Auto verfehlte sie nur knapp.

Wie "nachrichten.at" berichtet, war eine junge Mühlviertlerin Zeugin der irren Amokfahrt am New Yorker Times Square am Donnerstag. Die 23-jährige Anna P. wollte sich gerade mit Freunden treffen, als Richard Rajos mit seinem Wagen in die Menschenmenge rast und eine 18-Jährige tötet und 22 weitere Menschen verletzt.

Sie hörte plötzlich Schreie, erzählt sie dem Online-Portal. Vor ihren Augen wurden zwei Menschen gerammt und schwer verletzt. Sich selbst konnte sie nur knapp retten. "Das Auto hat mich gerade nicht erwischt", erzählt sie.

Anschließend bewahrte die junge Frau einen kühlen Kopf. Als Freiwillige beim Roten Kreuz in Freistadt wusste sie genau, was zu tun war. Sie versuchte, die Menschen zu beruhigen. Aber es ist schwer, ohne Ausrüstung mehr zu machen. Ich habe bei einem verletzten Mann den Puls kontrolliert, bis die Einsatzkräfte da waren. Er hat eine Kopfverletzung und eine Fraktur am Bein erlitten. Immer wieder wollte er aufstehen. Gott sei Dank kam zufällig ein Arzt vorbei, der hat mir dann geholfen. Die Rettungskräfte haben uns dann abgelöst und weggeschickt“, erzählt sie.

Seit Anfang Mai war sie in Chicago. Der New York-Trip war eigentlich als nettes Ende geplant. Zeuge eines solchen Dramas zu werden, stand definitiv nicht auf dem Programm. Abschrecken lässt sich Anna davon allerdings nicht. "Natürlich schreckt einen das. Es war schlimm, aber so etwas sollte uns nicht abhalten, normal zu leben. Ich werde mir morgen einige Sehenswürdigkeiten anschauen, nur den Times Square werde ich wohl meiden", gibt sie sich kämpferisch. Am Sonntag wird sie die Heimreise antreten.

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