Terror in Europa

Darum wurden wir bisher verschont

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Österreich laut Experten „kein primäres Ziel für Terroristen“, sie suchen hier aber Unterschlupf.

Bisher hat es in Österreich erst ein IS-Attentat gegeben: Am 30. Juni tötete der Tunesier Mohamed H. in Linz ein Pensionistenehepaar. Innenminister Wolfgang Sobotka sprach von „einem eindeutigen IS-Hintergrund“ der Tat. Anschläge wie in vielen anderen europäischen Ländern gab es hierzulande noch nicht. „Primäres Terrorziel dürften wir nicht sein“, sagt Cobra-Kommandant Bernhard Treibenreif zu ÖSTERREICH.

Verfassungsschutz sind 296 »Kämpfer« bekannt

Auch weil sich Österreich nicht an Militäreinsätzen im Nahen Osten beteiligt. „Da sind wir Gott sei Dank nicht so engagiert gewesen“, so Treibenreif.

Austro-Dschihadist. Aber laut Verfassungsschutz leben 141 sogenannte Gefährder in Österreich. Ende 2016 waren 296 IS-Sympathisanten namentlich bekannt. 45 Österreicher wurden bisher bei Kämpfen in Syrien und im Irak getötet. Einer der schlimmsten Austro-Dschihadisten, Mohamed Mahmoud, beteiligte sich sogar an Hinrichtungen und ließ sich dabei filmen.

Terrorexperte Nicolas Stockhammer warnt: „Österreich ist in der Skala der bedrohten Länder aufgestiegen“, sagte er zu ÖSTERREICH. Dazu komme: „Wir sind Rückzugsland für Terroristen. Sie können hier abtauchen. Schlupfwinkel werden mitunter geduldet oder nicht als solche erkannt.“ Die größte Gefahr gehe von Syrienrückkehrern aus, „aber auch von Home-grown-Dschihadisten“, so Stockhammer.

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