Vier Verletzte

Deutsche "Fans" wüteten in Hermagor

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Anhänger des 1. FC Köln randalierten im Kaffeehaus und prügelten Gäste. Zwei Verdächtige sind in Untersuchungshaft.

Deutsche "Fußballfans" haben in der Nacht auf Dienstag in der Kärntner Bezirksstadt Hermagor erneut randaliert. Vier Menschen wurden verletzt, zwei verdächtige Deutsche befinden sich in Untersuchungshaft. Die Fans des deutschen Vereins 1. FC Köln, der derzeit auf Trainingslager in Kärnten ist, waren bereits am Wochenende unangenehm aufgefallen.

Gläser, Stühle und Faustschläge
Laut Polizei war die Fangruppe in ein Lokal gekommen und hatte ohne jede Vorwarnung begonnen, mit Biergläsern auf Tische zu schlagen, Gästen Faustschläge zu versetzen und mit Stühlen und Eisentischen um sich zu werfen. Einer der Gäste, der Mann einer ORF-Journalistin, erlitt Verletzungen. Drei Gäste wurden leicht verletzt. Laut Zeugenaussagen waren die Deutschen offenbar bewusst darauf aus, Menschen zu verletzen.

Zwei Verdächtige in U-Haft
Die zwei Hauptverdächtigen, ein 25 Jahre alter Lagerist und ein 33-jähriger Bibliothekar aus Köln, wurden in der Früh in U-Haft genommen. Gegen weitere Verdächtige wird ermittelt.

Der 1. FC Köln ist am 19. Juli nach Hermagor gekommen, um sich hier auf die kommende Saison vorzubereiten. Das Trainingslager dauert noch bis Mittwoch. Die Fans des Kölner Vereins haben in der Vergangenheit schon öfter Probleme bereitet: Im Dezember 2009 kam es beim Auswärtsmatch gegen VfL Bochum zu Ausschreitungen von Hooligans, im März wurde der Verein wegen erneuter Schlägereien von der Bundesliga bestraft. Die Fans durften zum Spiel in Hoffenheim nicht mitreisen, der Klub musste den Hoffenheimern die - deshalb nicht verkauften - Karten bezahlen.

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