Drei Terror-Kämpfer wieder frei

Hauptverdächtiger in Haft

Drei Terror-Kämpfer wieder frei

In der Moschee in Favoriten haben die "Terroristen" Hausverbot.

Wirbel um drei Terrorverdächtige, die wieder auf freiem Fuß sind: Gerade einmal acht Stunden waren ein 25-jähriger Konvertit, seine Freundin (19) und ein Mann (19) in den Fängen der Polizei. Der Verfassungsschutz hielt sie Mittwochnachmittag bei der Ausreise nach Pakistan auf. Der Vorwurf: Sie sollen am Weg in ein Terrorcamp gewesen sein. Um 21 Uhr waren sie wieder frei – zu wenige Beweise. FPÖ und BZÖ sprechen von „Blamage“.

Moschee war Schnittpunkt
Aber: Terror-Hauptverdächtiger Thomas Al-J. (25) aus Wien sitztin Verwahrungshaft. Er soll die Verbündeten in der Moschee Baitul-Muhtadin in Wien-Favoriten rekrutiert haben. „Ein Gebetshaus war der Schnittpunkt. Er hatGeldsummen nach Pakistan überwiesen“, sagt das Ministerium zu ÖSTERREICH. Die Rede ist von 1.500 Euro.

In der Moschee herrscht Unverständnis: „Zwei der Verdächtigen waren regelmäßig bei uns. Beide werden die Moschee nie mehr betreten. Sie wurden nicht bei uns radikalisiert“, sagt Leiter Muhammad Ismail Suk. Wahrscheinlich: Al.-J. hat die Terror-Pläne in seiner Wohnung im 15. Bezirk geschmiedet – nicht unweit des 2008 verhafteten Terroristen Mohamed M., der jetzt Freigänger ist. Die Nachbarn von Al.-J. (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) sind jedenfalls verunsichert: „Es ist ungut, im gleichen Haus wie ein Terror-Verdächtiger zu leben“, sagt Romana M. (25). Innenministerin Johanna Mikl-Leitner will jetzt ein „Anti-Terror-Paket“ schnüren und gegen Hassprediger hart vorgehen.



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