Suchmittelbericht 2016

Drogenkriminalität in Österreich explodiert

Paradox, doch der rasante Anstieg zeigt auch die Erfolge gegen Drogenkriminalität.

Bei Drogenkriminalität sprechen Polizisten von sogenannten Erhellungs­delikten. Je mehr Beamte vermehrt Kontrollen durchführen, umso höher die Aufgriffs- und Fallzahlen. Das ist durch die Null-Toleranz-Linie von Innenminister Wolfgang Sobotka (VP) jetzt auch in Österreich so. Die Zahl der Drogendelikte ist in einem Jahr um zehn Prozent gestiegen, weil die Exekutive härter durchgreift. Vor allem am Rauschgift-Hotspot Wien sind die Kriminalitätszahlen regelrecht explodiert.

Video zum Thema: Wolfgang Sobotka präsentiert Suchtmittelbericht

Ausländeranteil 
über 50 Prozent

36.235 Verstöße nach dem Suchtmittelgesetz wurden 2016 angezeigt. Das entspricht einem Anstieg von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die rasante ­Zunahme hat aber auch mit dem Anstieg an Flüchtlingen zu tun. Vor allem junge Afrikaner und Afghanen beherrschen die Brennpunkte, wie den Wiener Praterstern oder die Josefstädter Straße. Erstmals in der Geschichte ist dadurch der Anteil von Ausländern bei Verbrechen höher als der von Inländern. 51 Prozent der Straftäter sind Fremde. Allein gegen Nigerianer wurden fast 2.000 Anzeigen erstattet.     



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