Eises-Kälte hält Europa im Griff

4 Tote in Polen und Serbien

Eises-Kälte hält Europa im Griff

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Klagenfurt Kälte-Pol Österreichs mit minus 12 Grad Celsius.

Väterchen Frost hält Österreich und das übrige Europa fest im Griff. Seit Freitag herrschen teils zweistellige Minustemperaturen. Am Sonntag zeigte das Thermometer in Klagenfurt den niedrigsten Stand unter den Landeshauptstädten: frostige -12 Grad.

Verbreitet scheint am Vormittag noch die Sonne im Land. Von Nordwesten her ziehen aber bereits erste Wolken auf und in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und dem westlichen Oberösterreich beginnt es am Nachmittag zu schneien. Im Osten und Süden hingegen bleibt es bis zum Abend sonnig. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Südwesten und Nordosten teils auch lebhaft aus Nordwest.

Mindestens 4 Kältetote
Die klirrende Kälte hat in Polen seit Freitag drei Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, erfroren im Zentrum und im Osten des Landes insgesamt drei Männer im Alter zwischen 35 und 87 Jahren in der Nähe ihrer Wohnungen. Die Temperaturen lagen in einigen Regionen unterhalb von 15 Grad Minus. Bereits im Oktober waren bei einem frühen Wintereinbruch in Polen 14 Menschen gestorben.

Im vergangenen Winter hatte das Land rund 200 Kältetote registriert. Häufig handelt es sich bei den Opfern um betrunkene Obdachlose.

In der nordserbischen Stadt Novi Sad erfror ein etwa 60-jähriger Mann in seinem Haus, wie die Nachrichtenagentur Tanjug unter Berufung auf die Polizei meldete. Die Todesursache sei durch eine Autopsie ermittelt worden. Seit Samstagmorgen schneite es in Serbien ununterbrochen. Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen.

Auch das Nachbarland Kroatien erlebte heftigen Schneefall. In der Hauptstadt Zagreb lag das weiße Nass stellenweise 40 Zentimeter hoch. Viele Straßenbahnen und Busse konnten nicht fahren. Der Flughafen von Zagreb wurde für acht Stunden geschlossen. Für Sonntag rechneten die Meteorologen mit weiterem Schneefall.

Wechselhafter Wochenbeginn
Wechselhaft wird die neue Arbeitswoche. Während sich im Süden die Sonne länger zeigen soll, ziehen ansonsten immer wieder dichte Wolken durch und gebietsweise schneit es bei schwachem Wind wieder leicht. Die Frühtemperaturen liegen bei minus 13 bis minus vier Grad, am Tag "steigt" das Thermometer auf minus drei bis plus zwei Grad.

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