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Polizei Graz

Es wird weiter nach Giftgas-Quelle gesucht

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Nach wie vor ungeklärt ist die Quelle der Giftgasbelastung in den Räumlichkeiten der Polizeiinspektion Paulustorgasse in Graz.

Eine Woche nach Grabungsbeginn durch Soldaten der ABC-Abwehrkompanie des Militärkommandos Steiermark war man am Mittwoch im ehemaligen Palais Wildenstein dabei einen bisher unbekannten, in keiner Karte verzeichneten Gang freizulegen und zu untersuchen. Am Freitag soll eine Evaluierung erfolgen, ob und wenn ja, wie die weiteren Schritte ausschauen sollen.

Giftgas-Cocktail genau analysiert
Ein Wünschelrutengänger hat die Existenz des unter die Straße führenden Gangs bestätigt, erklärte Wolfgang Hübel von der Abteilung Katastrophenschutz und Feuerwehr. Konkretisiert hat sich auch die Zusammensetzung des bisher festgestellten "Giftgas-Cocktails". Mehr als 50 organische und anorganische Stoffe seien ermittelt worden, die Hauptbelastung stamme aus freier Salzsäure, aus Phosgen, Chlorcyan und anderen Bromverbindungen, hieß es von der Polizei.

Wegen kleiner Spuren von TNT mussten strenge Sicherheitsmaßnahmen - gegraben wird in Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken - ergriffen werden. Auch über dem Bereich liegende Stockwerke wurden geräumt.

Im August war man auf die Situation in einem Trakt der ehemaligen Bundespolizeidirektion in der Paulustorgasse aufmerksam geworden, nachdem einige Polizeibeamte über Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle geklagt hatten. Seither ist man auf der Suche nach der Ursache. Bisher kam eine Geosonde zum Einsatz, und die Einsatzkräfte untersuchten auch einen nahe gelegenen Schloßbergstollen.

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