Ex-Minister verkauft Billig-Viagra

Chronik

Ex-Minister verkauft Billig-Viagra

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Schmeckt nach Minze, wirkt wie Original - Sex-Pille soll deutlich günstiger werden. 

Von der Politik zum Potenzmittel. Klingt absurd, ist aber der Weg, den Ex-Wirtschaftsminister Martin Bar­tenstein (ÖVP) jetzt geht. Sein Pharma-Unternehmen Gerot Lannach bringt diese Woche ein erstes österreichisches Viagra auf den Markt.

Das kann das Austro-Sex-Medikament: Die Tablette ist schlicht weiß und absichtlich nicht im berühmten Viagra-Blau gehalten. Die Form ist dreieckig. Das Überraschende: Es schmeckt nach Minze – „für den frischen Atem“, wie Produktmanagerin Saskia Novak verrät (Kasten).

Tablette wird gekaut und ist ab dieser Woche zu kaufen
Auch neu: Die Tablette wird zerkaut und nicht mit Wasser geschluckt wie das Original. Seit Sonntag wird „Direktan“, so heißt das Mittel, von Bar­tensteins Firma an Apotheken geschickt, noch diese Woche wird es zu kaufen sein.

Vorteil: Der Preis von Direktan wird deutlich billiger als das Original, sagt die Produktmanagerin: „Im zweistelligen Prozentbereich werden wir darunter liegen.“ Das Original kostet je nach Stärke zwischen 56 und 211 Euro.

Bartenstein-Firma machte 114 Millionen Euro Umsatz
Hintergrund: Seit Samstag ist der weltweite Patentschutz der originalen Sex-Pillen abgelaufen. Etwa 15 Pharmakonzerne streiten sich nun um einen Teil der Mega-Profite – Viagra brachte dem Hersteller Pfizer im Vorjahr immerhin 1,6 Milliarden Euro.

Ex-Minister Bartenstein sitzt nur mehr bis zum Sommer im Parlament. Er fungiert gemeinsam mit seiner Frau Ilse als Geschäftsführer seines Pharma-Konzerns Gerot Lannach. Mit 600 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen im Vorjahr 114 Millionen Euro Umsatz.

›Es kommt noch diese Woche in die Apotheken‹
ÖSTERREICH:
Was haben Minze und Sex gemeinsam – Ihre Tablette schmeckt danach?
Saskia Novak:
Das Extra unseres Produktes ist der Minz-Geschmack – für den frischen Atem danach. Der andere Unterschied: Wir produzieren Kau-Tabletten – um uns von den anderen Anbietern abzuheben.

ÖSTERREICH: Wann kommt das ‚Austro-Viagra‘ in die Shops?
Novak:
Noch ist Direktan in der internen Qualitätssicherung. Noch diese Woche kommt es in die Apotheken – es ist natürlich rezeptpflichtig. Wir werden aber so wie andere Konkurrenten nicht online zu kaufen sein.

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