Attacke gegen "Boulevard" skurril

Falter hat 65 Prozent "Öffi-Inserate"

Klenk Falter
© APA/HELMUT FOHRINGER
In Sachen Regierungsinserate sollte der ''Falter'' vor der eigenen Türe kehren.
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Wien. Seit Wochen erregt sich der Falter über den angeblich zu hohen Anteil an Öffi-Inseraten in den – wie er es nennt – "Boulevardmedien". Seit gestern liegt die Falter-Ausgabe Nr. 45 dieser Woche vor. Sie hat – obwohl es sich derzeit um die inseratenstärkste Zeit handelt – im Hauptheft nur 5,5 Inseraten-Seiten.

Von diesen 5,5 Inseratenseiten sind sage und schreibe 3,5 Inseratenseiten von der öffentlichen Hand. Gleich 2 Seiten (!) von der Stadt Wien, 1 Seite vom Bundeskanzleramt und eine halbe Seite von der Arbeiterkammer. Nur zwei Seiten sind klassische Werbung – eine von einer Möbelwerkstatt und eine von Sky.

Damit stammen fast 65 % aller Falter-Inserate von Regierung, Stadt Wien oder Öffis. Sprich: Der Falter wäre ohne die Inserate von Stadt und Regierung nicht (über)lebensfähig. Unter diesem Aspekt wirkt die Kampagne des Falter gegen Öffi-Inserate skurril.

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