Feuerattentat:

Missglückter Banküberfall

Feuerteufel: 4 Jahre Haft

Duo zündete Bank an - Haft- und Geldstrafen.

Arbeitslos, verschuldet, drogensüchtig und in Geldnot: Diese Mischung hat zwei Burschen (19, 20) aus Oberösterreich dazu gebracht, eine Bank zu stürmen und ein beispielloses Feuerinferno anzurichten. Sachschaden: rund 25.000 Euro. Am Dienstag standen deshalb Toni J. (19) und Johann B. vor dem Jugendrichter des Landesgerichts Linz.

„So hatten wir das eigentlich nicht geplant“
Ohne Umschweife und in allen Details legten beide ein Geständnis ab. So hatten sie am Vortag den Plan zur Tat geschmiedet – der hatte allerdings ganz anders ausgesehen: Am Anfang stand die Idee, ein Wettbüro auszurauben, später wurde daraus die Volksbank in der Wiener Straße in Linz. Einfacher Grund: Das Duo erwartete sich dort mehr Beute. Das Benzin, mit dem es schließlich die Filiale stürmte, war eigentlich nur dazu gedacht, den Fluchtweg zu sichern. Aber dann ging an diesem 4. Mai alles schief. In seiner Nervosität verschüttete B. wahllos die ganze Flüssigkeit, J. zündete sie aus Versehen an. Das Flammenmeer versperrte den beiden den Weg zu den Kassen.

Dreieinhalb und 
vier Jahre Gefängnis
Die Angeklagten zeigten sich beim Prozess bedrückt und reumütig, waren geständig. Sie wurden zu dreieinhalb beziehungsweise vier Jahren Gefängnis und zu einer Mindestgeldstrafe von 24.000 Euro verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, das Duo berief gegen die Strafhöhe.

Feuerattentat: Rätselraten
Einzigartiger Fall in der oö. Kriminalgeschichte: Da Toni J. und Johann B. auf den Überwachungsfotos nicht vermummt waren, grinsten und kein Geld forderten, waren die Hintergründe der Tat völlig unklar. Die Kriminalisten des LKA stellten verschiedenste Theorien auf, sogar der Verfassungsschutz war zeitweise involviert. Ein Bankraub wurde zuerst nicht vermutet.

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