Gericht verurteilt "Killer-Kater"

Absurder Prozess

Gericht verurteilt "Killer-Kater"

140 € Strafe für die Katzenhalter - Rechtsstreit schon seit 2 Jahren.

Katzenjammer bei Familie Gostner. Denn ihr vier Jahre alter Kater Helli soll ein brutaler Kaninchen-Killer sein. Das zumindest behauptete der Nachbar der Familie, der ­eigentlich selbst ein Tierfreund ist.

Die absurde Geschichte: Vor zwei Jahren streunt Kater Helli wie jeden Tag durch die Wiesen und Felder in Kolsass. Auf seinem abenteuerlichen Ausflug kommt der Stubentiger auch durch die Gärten der Nachbarn. In einem scheint es dabei besonders interessant zu sein. Ein paar Kaninchen mümmeln das frische Gras in ihrem großen Freigehege.

Das Landesgericht befand beide für schuldig
Was im weiteren Verlauf der Geschichte passierte, weiß niemand so genau. Fest steht nur, dass ein Kaninchen am Abend fehlte.

Der Nachbar zumindest schlussfolgerte: Kater Helli ist ein Kaninchen-Killer. Dann klagte er den nichts ahnenden Katzenhalter auf Schadensersatz.

Nach einem langen Rechtsstreit kam Anfang des Jahres das Landesgericht Innsbruck endlich zu einem Urteil: Der zweifache Familienvater Mario Gostner (43) hätte besser auf seinen Kater aufpassen müssen. 140 Euro Schadenersatz musste er sofort leisten. Aber der Kaninchenliebhaber konnte sich darüber nicht freuen. Denn der Richter befand ihn auch für schuldig. Er habe die Aufsichtspflicht für seine Tiere verletzt.

Kaninchenhalter verklagte die Katzen-Familie erneut
Jetzt geht der absurde Nachbarschaftsstreit in die nächste Runde. Denn Kater Helli streift noch immer um die Häuser. Der Kaninchenhalter fühlt sich und seine Lieblinge dadurch bedroht und will den Auslauf des ‚Killer-Katers‘ verbieten lassen. Er klagte die Familie erneut. „Das ist nicht mehr lustig. Wir können Helli nicht einsperren. Das würde er nicht aushalten. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, sagt Mario Gostner verzweifelt.

Wie die Geschichte ausgeht, wird das neue Verfahren im Juli zeigen.

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