Polizeikontrolle Radar

Festnahme

Häf’n-Ausbrecher fuhr Amok

27-Jähriger war im September aus JVA St. Pölten ausgebrochen.

Er hat zwar keinen Führerschein, kein Auto und vor allem zurzeit kein Recht sich in Freiheit zu bewegen – das alles hielt den gebürtigen Polen Patryk R. nicht davon ab, trotzdem ordentlich Gas zu geben: Sonntag früh war der 27-Jährige auf der Hütteldorfer Straße in Wien stadtauswärts im Ortsgebiet mit satten 100 km/h unterwegs, als er von einer Polizeistreife aufgehalten wurde. Bei der folgenden Lenker- und Fahrzeugkontrolle kamen die Beamten aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus.

Zunächst einmal hatte der Raser keinen Führerschein oder sonst ein Personaldokument, außer einer E-Card, die obendrein offenbar gestohlen war. Da er sich auch sonst noch sehr seltsam benahm, wurde der junge Mann dem Amtsarzt vorgeführt, der nur kurz vermerkte: „Eindeutig unter Drogeneinfluss.“

Als die Kripo endlich die wahre Identität des Amok-Lenkers über das Fahrzeug, den Skoda Fabia seiner Freundin, lüften konnte, stellte sich heraus, dass Patryk R. ein geflohener Häftling ist. Der wegen Körperverletzungen und Diebstählen eingesperrte Täter verbüßte seine Strafe als geistig abnormer Rechtsbrecher in der forensischen Abteilung des Klinikums Mostviertel in Amstetten.

Da die erstellten Prognosen günstig waren, galt für den 27-Jährigen bereits ein gelockerter Vollzug mit geregelten Ausgängen. Doch seit September war Patryk gänzlich untergetaucht. Jetzt dürfte R. wieder in den verschärften Maßnahmenvollzug zurückgebracht werden.

 

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