Handelskai: Urteile nach Ethno-Krieg gefällt

Milde Urteile für Afghanen

Handelskai: Urteile nach Ethno-Krieg gefällt

Die Massenschlägerei am Handelskai endete vor Gericht mit äußerst milden Strafen.

Vor bald einem Jahr war es bei der Millennium City zu einer Massenschlägerei zwischen 18 Tschetschenen und 30 Afghanen gekommen. Mehrere Gerichtstermine gegen zehn Afghanen und einen Sudanesen, der an ihrer Seite kämpfte, folgte am Landesgericht. Dabei zeigten sich die angeklagten Jugendlichen als überhaupt nicht reumütig und fielen ebenso wie manche ihrer Zeugen eher durch respektlose Sprüche auf. So auch am Tag der Urteilsverkündung, als eines der Opfer (ein mit den Tschetschenen befreundeter Serbe) im Zeugenstand einem Verteidiger, der ihn detaillierter befragte, zuraunte: „Schwuchtel.“

Der sagt: „Ich finde es traurig, dass ich mich als Verfahrenshilfeverteidiger mit so einer Respektlosigkeit konfrontiert sehe.“ Es blieb trotzdem bei einer Ermahnung des Richters. Viel anders sind auch die Urteile gegen die Angeklagten nicht zu empfinden: Sieben Afghanen wurden zu bedingten Haftstrafen bis zu sechs Monaten verurteilt – natürlich auf Bewährung. Einer bekam ein halbes Jahr fix, das er aber schon in der U-Haft abgesessen hat. Er durfte den Gerichtssaal ebenso als freier Jugendlicher verlassen wie alle anderen ...



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