Hoffnung?

Handy von vermisstem Franz (18) gefunden

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Suchtrupp-Organisator Bucher glaubt, dass der 18-Jährige abgetaucht ist.

Im Fall des seit 27. Mai vermissten Niederösterreichers Franz Kendler ist nun das Handy des jungen Mannes aufgetaucht. Es sei unweit des Festgeländes in Wilhelmsburg (Bezirk St. Pölten) gefunden worden, von dem der 18-Jährige aus Rohrbach a.d. Gölsen (Bezirk Lilienfeld) spurlos verschwunden war.

Nasser Akku

Nach der Auffindung des Mobiltelefons sei einmal mehr und konzentriert mit Spürhunden ein größerer Suchkreis gezogen worden, sagte ein Ermittler. Das Ergebnis sei jedoch negativ gewesen. Am Dienstag war die technische Abteilung beim Landeskriminalamt damit beschäftigt, Rufdaten auszuwerten. Ein Gerichtsbeschluss dazu sei eingeholt worden. Der Akku des Mobiltelefons war leer. Das Handy war außerdem nass geworden, was der Kriminalist als Problem bezeichnete, das es zu überwinden gelte.

Auf privater Ebene geht die Suche nach dem jungen Mann ebenfalls weiter. Medienberichten zufolge hat das eigens gegründete "Team Franz" 2.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt. Um die vermeintlich letzten Stunden des 18-Jährigen nachzuvollziehen, sprach Suchtrupp-Organisator Andreas Bucher mit allen Freunden und Bekannten des Kleintierzüchters. Sein Fazit danach: "Ich bin mir sicher, dass Franz noch lebt und abgetaucht ist", sagt Bucher.

Laut seinen Erhebungen führte der Lehrling eine Art Doppelleben, könnte sich sogar monatlich Geld von seinem Gehalt abgezweigt haben, um so seinen Plan vom Ausstieg zu finanzieren. "Seine Freunde erzählen, dass er immer gerne gefeiert hat und sogar verliebt war", sagt Bucher.

Leiche
Diese Aussagen widersprechen dem Bild der verzweifelten Eltern. Sie beschrieben Franz als introvertierten, tierlieben Naturburschen. "Das sind alles Hinweise dafür, dass er vielleicht einfach abgehauen ist", so Bucher. Jetzt hoffen Eltern und Freunde, dass sich Franz bei ihnen melden wird. "Er hätte nichts zu befürchten", versprechen die Eltern.

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