Hausexplosion: Mieter streitet alles ab

Polizei geht von Vorsatz aus

Hausexplosion: Mieter streitet alles ab

Der Beschuldigte spricht weiter von einem „Unfall“, die Polizei geht von Vorsatz aus.

Im Krankenhaus äußerte sich nun Anton Sch. (55) zur Gasexplosion vom 19. Jänner in Wien-Hernals, die er vorsätzlich herbeigeführt haben soll und bei der eine Person starb. Vertreten wird der Einheimische von Top-Anwalt Martin Mahrer. Über Sch. wurde die U-Haft verhängt.

Diashow: Explosion in Hernals

Ermittlungen. Der Vorwurf: Am Tag seiner Delogierung soll er laut Ermittlern eine Gasleitung manipuliert haben. Der Verdächtige aber schwört: „Mir war seit Tagen schlecht, bis ich bemerkt habe, dass Gas ausströmt. Ich habe versucht, die Gasleitung zu reparieren.“

Video zum Thema: Explosion in Hernals: Mehrere Verletzte

Die Nachbarn glauben ihm nicht. Sie hatten sich oft bei Hausverwalter Hermann S. (64) über Sch. beschwert. Den Bewohnern riet er: „Mir sind die Hände gebunden, er zahlt seine Miete. Wenn er etwas tut, ruft die Polizei. Ich kann danach versuchen, ihn rauszuklagen.“

Feind. Wurde der 64-Jährige damit zum Feind? Als der 55-Jährige ab Jänner 2016 den Zins einstellt, wurde seine Delogierung erwirkt, bei der auch der Hausverwalter anwesend war. Ausströmendes Gas entzündete sich und es kam zur Explosion, die der Verwalter nicht überlebte. Ein Schlosser liegt im Koma, sein Zustand sei aber stabil. Es gilt die Unschuldsvermutung.(lae)



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