"Hellas-Express" brachte 
600 Illegale

Schlepperbus gestoppt

"Hellas-Express" brachte 
600 Illegale

Schlepper cashten bei 25 Fahrten 1,8 Mio.

Als die niederösterreichischen Fahnder des Referats Menschenhandel im vergangenen August den Doppeldecker-Bus beim Prater in Wien stoppten, staunten sie nicht schlecht: In dem Reisebus, der aus Saloniki kam, saßen zwar 25 Frauen und Männer mit regulären Papieren, doch die Touristen waren nur bezahlte Statisten.

Denn die anderen 23 Passagiere waren Flüchtlinge aus Afghanistan, Palästina oder dem Irak, die sich beim Passieren der Grenzen in engen Hohlräumen versteckten – jetzt aber im klimatisierten MAN-Bus saßen wie kulturinteressierte Städteurlauber.
Die Illegalen (die von Wien aus nach Europa ausströmen wollten) wurden nach Traiskirchen gebracht, der Fahrer als Schlepperboss verhaftet und die Statisten wegen Beihilfe angezeigt.

Ticket um 3.000 Euro
Wie nun bekannt wurde, konnte den Tätern, die hinter dem „Hellas-Express“ stecken, über deren Hotelbuchungen insgesamt 25 Schmuggelfahrten nachgewiesen werden. Da ein Illegalen-Ticket rund 3.000 Euro kostet, verdienten sie dabei 1,8 Millionen Euro.
Ein weiterer Kopf der Organisation, ein Iraker, wurde in Frankreich verhaftet und an die Justiz in Österreich ausgeliefert.

Laut Ermittlern ist ein zweiter Bus der Bande unterwegs. Die Fahndung nach dem Fahrzeug, dessen Lackierung und Kennzeichen für jede Fahrt verändert wurden, ist im Gange.

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