Hochwasser-Alarm mitten im Urlaub

Überschwemmungen, Muren und Verkehrschaos

Hochwasser-Alarm mitten im Urlaub

In vielen Bundesländern droht durch Wassermengen eine Hochwasser-Katastrophe.

Wien. Murenabgänge und Hochwasser, chaotische Zustände: Gestern herrschte Unwetter-Alarm in weiten Teilen Österreichs – und das ausgerechnet an vielen Urlaubsorten.
In einigen Orten fielen in 48 Stunden so viel Niederschlag wie sonst im gesamten Monat August.
 
Besonders hart getroffen hat es einige Regionen in Oberösterreich, Salzburg und Kärnten. Aber auch in Vorarlberg (Dornbirn, Feldkirch), im niederösterreichischen Bezirk Amstetten und im obersteirischen Mürztal kam es zu etlichen Einsätzen wegen Überschwemmungen. ÖSTERREICH & oe24.TV berichtent vor Ort:
 
Salzburg: »Mobiler Hochwasserschutz eingerichtet«
➔ Einsätze. Insgesamt 1.300 Einsatzkräfte waren seit Montagabend in Salzburg und Umgebung (v. a. Lungau, Pongau und Pinzgau) im Dauereinsatz. Binnen 24 Stunden fielen hier 110 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Pegelstände der Salzach und Saalach hatten gestern Morgen die Warngrenze vorübergehend überschritten. „Etliche Keller und Garagen wurden überflutet“, berichtet oe24.TV-Reporter Mike Vogl aus Salzburg. Aber auch Muren, überquellende Bäche oder überschwemmte Straßen sorgten für Verkehrsbehinderungen. „In mehreren Gemeinden wurde ein mobiler Hochwasserschutz am Oberlauf der Salzach eingerichtet“, so Vogl.
 
OÖ: »Der Früh-Alarm wurde ausgelöst«
➔ Alarm. Im gesamten Bundesland gab es zahlreiche Feuerwehr-Einsätze. Keller und Garageneinfahrten mussten ausgepumpt und Straßen gereinigt werden. oe24.TV-Reporterin Denise Aichelburg machte sich von der Lage vor Ort ein Bild. „In Steyr und Schärding wurde der Hochwasser-Voralarm ausgelöst“, so Aichelburg. Der Inn in Schärding erreichte gestern Nachmittag einen Wasserstand von sieben Metern, die Enns einen Pegel in der Höhe von fünf Metern.
 
Kärnten: Feuerwehr befreit Deutschen (69) aus Auto
➔ Geröll: In Kärnten haben die Regenfälle in der Nacht zu 200 Feuerwehreinsätzen geführt. 78 Feuerwehren rückten mit mehr als 1.000 Einsatzkräften aus. Die Bahnstrecke zwischen Feldkirchen und Villach wurde nach Murenabgängen und Hangrutschungen an mehreren Stellen unterbrochen. Im kleinen Ort Steindorf am Ossiacher See hat sich ÖSTERREICH-Reporter Karl Wendl umgesehen. Dort sorgte ein ausufernder Bach für massive Probleme. „Äste und Geröll haben sich unter einer Brücke verkeilt. Danach schoss der Bach über die Brücke hinaus und wurde zu einer Schlammlawine“, schildert Wendl. 
Ein deutscher Auto­fahrer (69) bemerkte die gewaltigen Geröllmassen zu spät. Sein Mercedes geriet in eine Mure in die Geröllmassen und blieb stecken. „Die Feuerwehr konnte den Mann unverletzt aus dem Auto befreien“, sagt der Bürgermeister von Steindorf, Georg Kavalar.

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