Heizkosten

Heizkosten explodieren

Jetzt kommt die Eiszeit

Die Experten-Prognosenschockieren: Heizöl ist im Vergleich zum Vorjahr um 20 % teurer.  

 Der Winter hat uns fest im Griff. Am Wochenende gab es verfrüht das erste Ski-Opening – Traumbedingungen mit mehr als 30 cm Schnee. Auf der Planai in Schladming waren zu Mittag bereits Hunderte Schneefans unterwegs.

Schnee im Anmarsch
Heute kommt bereits Schneenachschub: In vielen Teilen des Landes schneit es, mancherorts sogar heftig. Am Tiroler und Salzburger Alpenhauptkamm, in Osttirol, dem Lungau und in Oberkärnten. Die Schneefallgrenze sinkt auf bis zu 500 Meter. In Summe können bis zu 75 cm Neuschnee fallen!

Diashow: So klirrt derzeit die Kälte

So klirrt derzeit die Kälte

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    Die Temperaturen liegen nur mehr zwischen zwei und neun Grad. In 2.000 Meter minus fünf. Die Woche wird nebelig, trüb und von einzelnen kurzen Schauern durchzogen.

    Rekordwinter
    Jetzt überraschen Wissenschafter mit ihren neuesten Studien: Heuer könnte ein Eiswinter werden – eventuell der kälteste seit 100 Jahren. Grund: Die üblichen Warmluft-Strömungen aus dem Atlantik setzen aus und kühlen Europa ab (siehe Kasten rechts). Gute Nachrichten bedeutet das für die Skifahrer und Touristiker: Die Schneebedingungen versprechen sehr gut zu werden.

    Enorme Preis-Steigerung
    Einen Schock versetzt dieser Eiswinter hingegen allen, die mit Öl ihre Häuser beheizen und sich noch nicht eingedeckt haben: Bis zu 20 Prozent teurer fällt heuer die Rechnung aus. Ein durchschnittlicher Haushalt wird zu derzeit gültigen Preisen 1.820 Euro für die Heizsaison ausgeben. Das sind um 387 Euro mehr als im Vorjahr! Grund ist die rasant steigende Nachfrage nach Rohöl – das schlägt sich gewaltig im Preis nieder.

    Auch Pellets werden teurer
    Teurer werden auch die immer beliebteren Holzpellets. Die Arbeiterkammer rechnet mit einer Verteuerung um 1,6 Prozent. Derzeit kostet eine Tonne 211 Euro (sechs braucht ein Haushalt im Schnitt). Einzige Heizart, die derzeit billiger wird: Erdgas mit -4%. Ein durchschnittlicher Haushalt gibt in Österreich zwischen 800 und 1.800 Euro pro Jahr für Wärme aus.

    Uns steht ein Rekord-Winter ins Haus
    Grund: Normalerweise wird unser Klima in Europa auch vom Atlantik mitverursacht. Der Golfstrom agiert wie eine Heizung und mischt ein wenig Wärme in unser Wetter-System. Heuer fällt das aus. Den warmen Strom gibt es so nicht mehr. Eine Erklärung der Experten: Tonnen von Chemikalien wurden nach der BP-Ölkatastrophe ins Meer geschüttet. Wegen denen fließt das Wasser jetzt nicht mehr gleichmäßig.

    Winter hat Westösterreich in Griff

    Wegen der starken Schneefälle wurde in Kärnten über die Großglockner Hochalpenstraße und in Tirol über das Timmelsjoch (B186) eine Sicherheitssperre verhängt. Auf der B179 blieben zwischen Nassereith und dem Fernpass Schwerfahrzeuge hängen, die Straße musste ebenfalls gesperrt werden, berichtet der ÖAMTC.

       Im Zillertal kollidierten mehrere Fahrzeuge auf schneeglatter Fahrbahn, die B169 war zwischen Mayrhofen und Ramsau für etwa eine Stunde unpassierbar. Einige höher gelegene Straßen waren nach Angaben des Clubs nur mit Ketten befahrbar, so etwa die Silvretta Straße (B188), die Gerlos Straße (B165) und die Strecke über den Triebener Tauern (B114).

       Auch wenn die situative Winterausrüstungspflicht erst in einer Woche in Kraft tritt, rät der ÖAMTC, bei Fahrten in höheren Lagen Ketten mitzuführen sowie Fahrweise und Geschwindigkeit unbedingt an die winterlichen Straßenverhältnisse anzupassen.



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