Faschingsprinz ließ Fäuste sprechen

Narretei

Faschingsprinz ließ Fäuste sprechen

Villacher schlug Kellner nieder. Körperverletzung angezeigt.

Bei der Fernsehübertragung vergangene Woche war der Villacher Faschingsprinz Franz Radinger umwerfend komisch. Ohne Kostüm kann der 47-jährige Gastronom mit Ehrenamt aber auch niederschmetternd sein. Die Folge: eine peinliche Anzeige wegen Körperverletzung.

Wut
Der Tatort: Die Innenstadt von Villach am Faschingssamstag um 14 Uhr. Prinz Franz, Betreiber des In-Treffs Café Per Du, schäumte wegen akuter Personalnot. Mitten im närrischen Treiben hatten gerade drei Mitarbeiter den Job hingeschmissen und waren einfach heimgegangen.

Weil sie seit Monaten bei Lohnzahlungen hingehalten wurden, sagt die Gerüchteküche. Weil sie mit einer Aufpasserin im Clinch lagen, die der Chef während seiner Prinzregentschaft stellvertretend eingesetzt hatte, meint Radinger selbst dazu.

Hand ausgerutscht
Als er einen der Fahnenflüchtigen, einen Aushilfskellner albanischer Herkunft, dann zufällig auf der Straße traf, verlor der Gastronom die Nerven. "Ich schrie, du A… hast mich im Stich gelassen", gibt Radinger im Gespräch mit ÖSTERREICH zu, "und im Zorn ist mir auch die Hand ausgerutscht. Aber ich habe den Mann nicht verletzt."

Kehlkopfprellung
Das Opfer (29) empfand die Attacke ernster. Per SMS kündigte der Kellner dem Faschingsprinzen eine Anzeige an – und ging dann auch, begleitet von zwei Freunden, zur Polizei. Und als die Beamten ein ärztliches Attest einforderten, lieferte es der Verletzte binnen einer Stunde. Diagnose: "Prellung des Kehlkopfes". Jetzt ermittelt die Polizei.

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