Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Keine Masken, viel Lärm

oe24-Lokalaugenschein: GTI-Treffen eskaliert völlig

Anrainer toben: das GTI-Treffen rund um den Wörthersee scheint völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein. Man klagt über Lärmbelästigung, Staus und Benzin-Geruch - oe24 mit Lokalaugenschein vor Ort.

Velden. Bereits seit Tagen befindet sich die Region rund um den Wörthersee aufgrund des GTI-Treffens im Ausnahmezustand. Tausende Tuning-Begeisterte feierten bis tief in die Nacht hinein - sehr zum Missfallen der Anrainer. Sowohl Starkoch Hubert Wallner, als auch Anrainer-Vertreter Valentin Wedam empörten sich ob der Zustände im oe24.TV-Interview. Auf die Frage, wie Herr Wedam die letzten Nächte rund um das GTI-Treffen erlebte, antwortete er: "Katastrophal. Es ist uns wirklich schlecht gegangen. Mit regelmäßigem Schlafen ist nichts mehr zu machen."

Video zum Thema: GTI-Treffen: Anrainer-Vertreter Valentin Wedam im Interview
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Die Situation vor Ort schien völlig außer Kontrolle geraten zu sein: die Polizei musste mehrere Male eingreifen und Straßensperren errichten. Die typischen GTI-Hotspots, wie etwa der "Parkplatz Arneitz", wurden zum Teil gesperrt. Bei der Polizei gingen aber auch zahlreiche Anrainerbeschwerden wegen Lärm- und Geruchsbelästigung ein. oe24.TV-Reporter Mike Vogl ist mit einem Lokalaugenschein LIVE vor Ort.

Starkoch: "Benötigte für 12-Minuten-Fahrt knapp eineinhalb Stunden!"

Video zum Thema: GTI-Treffen: Starkoch Hubert Wallner empört
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Hubert Wallner ist über die Zustände empört: "Ich finde es eigentlich Wahnsinn. Jetzt nicht irgendwie negativ ausgedrückt, ich habe nichts gegen diese Leute, aber ich finde es ist ein Wahnsinn, dass seitens der Behörden so wenig reagiert wird (...) Gestern bin ich von einer Location heimgefahren, wofür ich normalerweise 12 Minuten mit dem Auto brauche, stand aber eineinhalb Stunden im Stau."

 

Corona-Maßnahmen? Nachdem die beliebtesten GTI-Hotspots gesperrt wurden, verlagerte sich das Geschehen der feierwütigen Tuning-Fans. Direkt vor dem Casino in Velden entstand somit ein neuer Brennpunkt. Zahlreiches oe24.TV-Video- und Bildmaterial zeigt dutzende GTI-Fans beim Feiern am Straßenrand. Mindestabstand? Fehlanzeige. Die Corona-Sicherheitsmaßnahmen scheinen die meisten Besucher wohl nicht zu interessieren: trotz steigender Fallzahlen steht man hier dicht gedrängt aneinander. Auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes scheinen bloß wenige Gäste zu befolgen. 

Video zum Thema: GTI-Treffen: Tausende Tuning-Fans in Kärnten
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Stau-Alarm. In Velden sowie zwischen Reifnitz und dem Keutschacher Seental wälzten sich am Samstag die Blechschlangen über die Straßen. Ein hohes Verkehrsaufkommen wurde auch vom Pyramidenkogel und der Villacher Alpenstraße gemeldet. Um an letzterer Straße Eskalationen zu verhindern, haben die Behörden sogar eine Sperre ab 19.00 Uhr verhängt.

© 5min.at

 

Polizei: Mehrere hundert Organmandate ausgestellt

Video zum Thema: GTI-Treffen: Das sagt die Polizei
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
 
Chaotische Zustände haben in der Nacht auf Sonntag aufgrund des herbstlichen, inoffiziellen GTI-Treffens im Kärntner Zentralraum geherrscht. Laut Polizei musste mehrere Straßen wegen Überlastung gesperrt werden. In den vergangenen Tagen wurden mehrere hundert Organmandate ausgestellt, es gab rund 100 Kennzeichenabnahmen und unzählige Anrainerbeschwerden.
 
Eine erste ernüchternde Bilanz der vergangenen Tage zog Polizeisprecher Mario Nemetz am Sonntag auf APA-Anfrage. Neben den Kennzeichenabnahmen wegen technischer Verstöße hatte die Polizei auch einige Verkehrsunfälle verzeichnet. "Das größte Thema war aber ohne Zweifel das respektlose Verhalten der Leute gegenüber der Kärntner Bevölkerung und der Exekutive", sagte Nemetz.
 
© tzoe raunig
 
Immerhin: Ausschreitungen, Körperverletzungen oder Widerstandsdelikte habe es heuer nicht gegeben. "Aber verkehrsrechtlich wurde so ziemlich alles gemacht, was man halt so mit Autos machen kann", erklärte der Polizeisprecher. Heulende Motoren, absichtlich verursachte Fehlzündungen, Autos, die Gummi geben oder Beschleunigungsduelle mitten im Ortsgebiet, umringt von hunderten Zuschauern - das alles stand seit vergangenen Mittwoch auf der Tagesordnung. "Und zwar jede Nacht bis 4.00 Uhr in der Früh - und am Vormittag ist es schon wieder weitergegangen", so der Polizeisprecher.
 
In der Nacht auf Sonntag musste auch ab 22.30 Uhr die Ortsdurchfahrt von Velden gesperrt werden: "Es waren tausende Leute vor Ort, es ist nichts mehr gegangen. Erst gegen 1.00 Uhr hat sich die Situation beruhigt." Gesperrt wurde in der Nacht auch die Straße auf den Pyramidenkogel, die Fahrzeugkolonne reichte fast über die gesamte Länge der Bergstraße.
 
© tzoe raunig
 
Von Autofans regelrecht überschwemmt wurde die Region rund um den Faaker See und den Wörthersee sowie das Keutschacher Seental, Teile von Klagenfurt und Villach. Dass das Herbst-Treffen heuer so heftig ausfiel, dürfte damit zusammenhängen, dass das offizielle GTI-Treffen im Frühjahr ja abgesagt wurde. Was sich besonders bemerkbar machte, war die Uneinsichtigkeit, die viele Tuningfreaks an den Tag legten, beschreibt es Nemetz: "Die Strafen, die sie da kriegen, sind im Urlaubsbudget mit einkalkuliert. Manche geben das sogar zu."
 

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten