Käsekrainer: Krieg eskaliert

Österreich muss nun handeln

Käsekrainer: Krieg eskaliert

Slowenen wollen die "Krainer Wurst" für sich. Der Antrag ist in Brüssel eingetroffen.

Der Wurst-Krieg zwischen Slowenien und Österreich ist endgültig bei der EU gelandet: Die Kommission bestätigte am Donnerstag offiziell, was ÖSTERREICH schon längst berichtete: Die Slowenen wollen den Namen „Krainer“ als Ursprungsbezeichnung schützen lassen. Die Folgen wären für Wurstproduzenten und -esser fatal: Der Name Krainer, Käsekrainer oder Klobasse (Synonym für Burenwurst) dürfte in Österreich nicht mehr verwendet werden. Und das, obwohl die „Eitrige“ – so die liebevolle Wiener Bezeichnung für Käsekrainer – eigentlich eine österreichische Erfindung aus den 1980er Jahren ist.

Einspruch von Berlakovich
Jedenfalls hat jetzt Österreich bis zum 27. August Zeit, gegen das slowenische Ansinnen zu berufen. Dass das geschieht, dafür sorgt Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, der sich via ÖSTERREICH in den Streit einschaltet: „Wir lassen uns die Krainer nicht verbieten. Dabei geht es um wirtschaftliche Interessen Österreichs und um eine Tradition“, so Berlakovich, der sich für ÖSTERREICH an einem Würstelstand ablichten lässt. Tatsächlich befürchtet der VP-Minister vor allem Absatzeinbrüche in der Fleisch-Industrie.

Slowenen raus aus EU? Der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz will die Slowenen überhaupt aus der EU schmeißen: „Die Diskussionen um die Krainer oder um das Kernöl lassen erhebliche Zweifel an der EU-Tauglichkeit Sloweniens aufkommen.“

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