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Heute auf ATV

Kampusch freut sich auf TV-Doku

Die Doku „Natascha Kampusch – 3.096 Tage Gefangenschaft“ läuft heute gleich auf zwei Sendern – und wird üble Nachreden beenden.

Vorurteile sind Geschwister der Unwissenheit. Deshalb setzt Entführungsopfer Natascha Kampusch große Hoffnung in die TV-Doku „3.096 Tage Gefangenschaft“, die heute gleich auf zwei Sendern läuft (21 Uhr ARD, ab 21.50 Uhr auf ATV): „Ich wünsche mir, dass Menschen nach der Sendung zu einem natürlichen Umgang mit mir finden.“

Soll heißen: Dass nach der endgültigen Klärung ihres Kriminalfalls vor zwei Wochen jetzt auch Schluss ist mit dem Gemauschel, sie habe nicht immer die Wahrheit gesagt, sei zuletzt gar Partnerin und nicht Gefangene ihres Kidnappers Wolfgang Priklopil gewesen.

Vertrauen gefasst
Weil sie zum früheren Kriminalbeamten Peter Reichard Vertrauen fasste, zeigte Natascha seinem Filmteam erstmals ihr Verlies. Und im Interview mit Reichard öffnet die mittlerweile 21-Jährige ihr Herz wie noch nie seit ihrer Befreiung: Natascha spricht über ihr Schicksal vom Tag der Entführung bis zur Flucht, über den Sonderling Priklopil, der ihr die Jugend geraubt hat, über ihre Ängste und Schmerzen. Erstaunlich: Auch Priklopils einst engster Freund Ernst H., gegen den lange ermittelt wurde, stellt sich der Kamera unmaskiert.

ATV-Redakteur Martin Thür hat die Doku mitbetreut und ist sicher: „Das Mitleid mit Natascha wird jedes Gerede verstummen lassen.“ Und: „Die Bilder aus dem Haus sind unvergesslich. Priklopil hat wie ein Spießer gewohnt – mit Waldmotiv als Fototapete und Mahagoni-Schrank – aber im Keller hatte er ein entführtes Kind.“ Für ATV wurden die Überleitungstexte von Burgschauspieler Frank Hoffmann neu aufgesprochen. Nach der Doku werden Kampusch-Anwalt Georg Ganzger, Soko-Leiter Kurt Linzer und Nataschas Vater Ludwig Koch diskutieren. Spannend bis zuletzt: Ob die Hauptdarstellerin dazukommt.



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