Krise in SPÖ wegen neuen Jobs für Mayr

Oberösterreich

Krise in SPÖ wegen neuen Jobs für Mayr

Nach Swap-Affäre: Ex-Stadtrat Mayr tritt neuen Job nicht an.

Krisensitzung im Büro des SPOÖ-Chefs Josef Ackerl: Soll der ehemalige Finanzstadtrat Johann Mayr, der nach der Anklage im Swap-Finanzdesaster sein politischen Amt niederlegte, seinen neuen alten Job als Direktor der OÖGKK antreten oder nicht? Dass er ab Freitag automatisch wieder diesen Posten inne haben sollte, weil es das Karenzrecht so vorsieht, hatte für enormen Wirbel gesorgt. Deshalb hatte Ackerl den Betroffenen, Bürgermeister Franz Dobusch, Landesgeschäftsführer Christian Horner und Vertreter der Gebietskrankenkasse zu sich ins Büro zitiert. Später kamen auch noch Gesundheitsminister Alois Stöger und AKOÖ-Präsident Johann Kalliauer noch dazu.

Nach fünf Stunden dauerte die Sitzung noch an, doch ÖSTERREICH erreichte Johann Mayr. "Ich bin ab morgen erst einmal im Urlaub. Ich muss einige persönliche Dinge regeln und alternative Möglichkeiten sondieren", so der Ex-Stadtrat. Ob das heiße, dass er den Direktorposten nun nicht antrete? Nein, rein formell sei er es ab Freitag automatisch. Nähere Angaben zu seiner Zukunft wollte er nicht machen. "Ich bin seit heute Nachmittag Privatperson", so Mayr. Im Gemeinderat hatte er offiziell sein Amt abgegeben, als Nachfolger wurde Christian Forsterleitner angelobt.

Mayr ist in der Swap-Affäre angeklagt (es gilt die Unschuldsvermutung) und war deswegen als Stadtrat zurückgetreten. Von seinem Direktorposten, den er von 1995 bis 2003 inne hatte, wurde er freigestellt, als er Stadtrat wurde. Sein Arbeitsvertrag sieht laut GKK vor, dass er sofort nach Karenzende seinen Dienst wieder antreten muss.

Aufgrund der Aufregung wurde bereits am Mittwoch eine Krisensitzung einberufen. Am Donnerstag um 15 Uhr zitierte SPOÖ-Chef Josef Ackerl den Linzer Bürgermeister Franz Dobusch, Landesgeschäftsführer Christian Horner, Vertreter der GKK und den betroffenen Johann Mayr noch einmal in sein Büro.

Hier sollte entschieden werden, ob Mayr auf seinen Chefposten bei der Krankenkasse verzichtet oder nicht. Nach zwei Stunden stießen auch noch Minister Stöger und AK-Präsident Johann Kalliauer dazu. Die Sitzung war zu Redaktionsschluss noch nicht beendet.

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