Renata & Ervin

Happy End für ihre Liebe

Liebes-Trainerin: So süß ist ihr Baby

Renata (43) und Ervin (16) zeigen sie ihren größten Sieg: Tochter Noemi.

Vor neun Tagen durfte sich HTL-Schüler Ervin (16) über das beste Zeugnis seiner Schulkarriere freuen. Er absolvierte das Schuljahr mit ausgezeichnetem Erfolg. Nicht einmal 48 Stunden später der nächste Höhepunkt in seinem jungen Leben: Am Samstag um 23.59 Uhr schnitt Ervin die Nabelschnur seiner Tochter Noemi durch. „Ich weinte vor Glück“, so Ervin. Mama Renata (43) konnte die Tränen des Glücks auch nicht zurückhalten.

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Happy End für ihre Liebe

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    Kein Wunder
    Denn die beiden, die 27 Jahre Altersunterschied trennt, haben lange für ihre Liebe gekämpft und viel aufs Spiel gesetzt. Die Handball-Trainerin ging vor drei Jahren eine Romanze mit dem damals 13-jährigen HTL-Schüler Ervin ein. Die Emotionen gingen hoch: Viele verstanden nicht, wie diese Beziehung funktionieren kann. Auch Ervins Stiefvater: Er zeigte Renata wegen Verführung eines Minderjährigen an. Sie bekam vor Gericht 22 Monate auf Bewährung – doch die Liebe überlebte.

    Stolzer Papa
    Aber das ist Vergangenheit. Die Zukunft heißt Noemi. Jung-Papa Ervin geht von Tag zu Tag mehr in der Vaterrolle auf. Er gibt seiner kleinen Prinzessin das Flascherl, in der Nacht wiegt er sie in den Schlaf und singt ihr Lieder vor. Und er ist total verliebt in seinen größten Schatz: „Ich finde einfach alles wunderbar an meiner Tochter. Ihre schwarzen Haare, ihre süßen Bäckchen. Ich liebe sie über alles“, schwärmt Ervin. Ende gut, alles gut.

    Ervin: "Emotionalster Moment in meinem Leben"

    ÖSTERREICH: Ervin, seit einer Woche bist du Vater. Wie hast du die Geburt deiner Tochter erlebt?
    Ervin: Ich habe es mir hektischer und dramatischer vorgestellt. Denn bis vor einer Woche kannte ich Geburten nur aus Filmen. Aber die Geburt von Noemi war relativ ruhig und schnell. Wir kamen um 21.40 Uhr ins Spital und um 23.59 Uhr war sie schon auf der Welt. Soweit man bei einer Geburt überhaupt helfen kann, habe ich es getan. Ich habe die Hand von Renata gehalten, habe mit einem nassen Tuch immer wieder ihre Stirn abgewischt und versucht, sie zu beruhigen. Renata hat zwar auch immer wieder meine Hand gesucht, aber ich glaube, in dieser Situation sind die Mütter so fokussiert, dass sie das Rundherum gar nicht mitbekommen.

    ÖSTERREICH: Und wie war der Moment, als Noemi zur Welt kam?
    Renata: Meine Tochter Emily wollte auch bei der Geburt dabei sein. Als Noemi endlich da war, haben wir ­alle drei geweint.
    Ervin: Es war überwältigend, einfach genial. Sicher der emotionalste Moment in meinem Leben. Dann durfte ich auch die Nabelschnur durchschneiden. Das war wunderschön. Und ich war erleichtert, dass Renata nicht mehr leiden muss.

    ÖSTERREICH: Also findest du, dass 16 nicht zu jung ist, um Vater zu werden?
    Ervin: Das muss jeder für sich entscheiden. Vor vier Jahren habe ich es mir noch nicht vorstellen können.

    ÖSTERREICH: Da warst du auch erst 12 Jahre alt …
    Ervin: Auch wenn ich noch jung war (Anm. Ervin war 13 Jahre alt), als ich Renata kennenlernte, war mir von Anfang an klar, dass wir heiraten und ein Kind bekommen werden. In diese Art von Beziehung stolpert man nicht einfach hinein. Man sagt nicht: „Wir probieren es einmal, ob es funktioniert …“ Wir haben beide viel nachgedacht. Deswegen ist diese Entwicklung keine Überraschung für uns.

    ÖSTERREICH: Und wie macht sich Ervin als Vater?
    Renata: Es ist, als wenn ­Ervin nie etwas anderes gemacht hätte.
    Ervin: Na ja, etwas ungeschickt bin ich schon noch. Ich versuche immer alles zu 100 Prozent richtig zu machen. Aber ich bin froh, dass Renata schon eine große Erfahrung hat.

    ÖSTERREICH: Welche Aufgaben übernimmst du bei der ­Babypflege?
    Ervin: Ich gebe Noemi das Flascherl. Wenn sie in der Nacht weint, dann trage ich sie durch die Wohnung und singe Noemi Lieder vor.

    ÖSTERREICH: Vor einer Woche war Schulschluss. Wie war dein Zeugnis?
    Renata: Das war das schönste Geschenk für mich. Denn Ervin hat so gute Noten wie noch nie. Während der Schwangerschaft hat er mich immer gefragt, wie er mir helfen kann. Ich habe ihm gesagt: „Mach dir keine Sorgen um mich. Schau nur, dass du die Schule gut schaffst.“ Jetzt hat Ervin das Schuljahr mit ausgezeichnetem Erfolg geschafft. Er hat neun Einser in seinem Zeugnis.
    Ervin: Ab dem Zeitpunkt, als ich von der Schwangerschaft wusste, war ich unheimlich motiviert. Ich möchte meiner Tochter einmal etwas bieten können. Deswegen habe ich mehr gelernt. Früher habe ich nur so viel gelernt, wie nötig war.

    ÖSTERREICH: Habt ihr schon einen Kosenamen für eure Tochter?
    Ervin: Sie ist unsere kleine Prinzessin. Ein Leben ohne sie kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Ich liebe sie einfach.
    Renata: Noemi wird viel ­Liebe bekommen. Da sind wir, meine beiden Töchter, Ervins Tochter. Alle lieben Noemi. Wir werden aufpassen müssen, dass sie nicht verwöhnt wird.

    I. Metzger

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