Seit Sonntagnacht ticken die Uhren in Österreich wieder anders. Doch der Wechsel auf die Sommerzeit ist für unseren Biorhythmus ein gewaltiger Kraftakt, der viele müde und gereizt macht.
Wien. Die Umstellung am Sonntag hat uns eine Stunde Schlaf geraubt – ein Eingriff, den der Körper nicht so leicht wegsteckt. Eine Forsa-Umfrage vom Oktober 2025 zeigt, dass drei Viertel der Menschen unter massiver Müdigkeit leiden. Während die 18- bis 29-Jährigen mit rund 30 Prozent Betroffenen noch vergleichsweise glimpflich davonkommen, sieht es bei der Generation 45+ düsterer aus: Bei den 45- bis 59-Jährigen leiden bereits 34 Prozent unter den Folgen.
Zeitumstellung: Die Symptom-Liste
Die Ergebnisse der Studie sind auffällig. Der Körper verzeiht den künstlichen Eingriff in die innere Uhr nicht so leicht. Die häufigsten Beschwerden der Betroffenen sind:
- 75 Prozent klagen über massive Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
- 65 Prozent leiden unter Einschlafproblemen oder regelrechten Schlafstörungen.
- 40 Prozent (vier von zehn) haben mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen.
- Ein Drittel ist gereizt und dünnhäutig.
- 16 Prozent berichten sogar von depressiven Verstimmungen.
Bis zu sieben Tage kann es dauern, bis man wieder voll leistungsfähig ist. Doch mit der richtigen Strategie gelingt der Start in die Woche deutlich leichter.
- So leiden wir in den nächsten Tagen an der Zeitumstellung
- Zeitumstellung: Kommt jetzt die Abschaffung?
- Warum DIESE Länder die Zeitumstellung abgeschafft haben
1. Licht als Wecker nutzen
Lassen Sie die Vorhänge offen und nutzen Sie die Morgensonne. Das natürliche Licht hemmt das Schlafhormon Melatonin und signalisiert Ihrem Körper, dass der Tag beginnt. Abends sollten Sie es hingegen eher dunkel halten, um schneller müde zu werden.
2. Früher aus den Federn
Auch wenn es schwerfällt: Wer schon vor der Umstellung am Sonntag schrittweise eine Stunde früher aufsteht, gewöhnt seinen Biorhythmus sanfter an den neuen Takt.
3. Kein Mittagsschlaf erlaubt
Verzichten Sie in der ersten Woche nach der Umstellung konsequent auf den Mittagsschlaf. So bauen Sie genug Schlafdruck für den Abend auf und können zur neuen Uhrzeit besser einschlafen.
4. Leichte Kost am Abend
Verzichten Sie auf schwere Mahlzeiten und koffeinhaltige Getränke vor dem Zubettgehen. Ein voller Magen oder zu viel Koffein stören die nächtliche Ruhephase, die Ihr Körper jetzt zur Anpassung dringend braucht.
5. Sanfter Rhythmus für Kinder
Bei Babys und Kleinkindern hilft eine schrittweise Anpassung. Verschieben Sie Mahlzeiten und Schlafenszeiten täglich um etwa zehn Minuten. Viel frische Luft tagsüber hilft ihnen zusätzlich, den neuen Rhythmus stressfrei anzunehmen.
Wer es dieses Mal verpasst hat, kann es sich für die Zukunft merken: Schon vor dem eigentlichen Wechsel am Sonntag hilft es, jeden Tag ein Stückchen früher aufzustehen. So gewöhnt sich die innere Uhr schrittweise an den neuen Takt. Da vier von zehn Befragten über Konzentrationsprobleme klagen, sollte man es in den ersten Tagen im Job oder in der Schule etwas ruhiger angehen lassen, bis der "Mini-Jetlag" vollständig überwunden ist.