Mutmaßlicher Jihadist in Salzburger U-Haft

Von Belgien überstellt

Mutmaßlicher Jihadist in Salzburger U-Haft

Abid T. war angeblich ein Komplize des Duos, das an Frankreich ausgeliefert wurde.

Einen Monat nach der Auslieferung der beiden Terrorverdächtigen Adel H. und Muhammad U. an Frankreich ist deren mutmaßlicher Komplize Abid T. von Belgien an Österreich überstellt worden. Der Marokkaner sitzt seit 25. August in Salzburg in Untersuchungshaft, berichtet die Tageszeitung "Die Presse" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Adel H. (29) und Muhammad U. (35), die mit zwei späteren Paris-Attentätern nach Europa eingesickert waren, kamen im November als syrische Flüchtlinge getarnt nach Österreich. In einem Salzburger Flüchtlingsheim hätten der Algerier und der Pakistani auf Abid T. gewartet, der dann am 10. Dezember dort eintraf. Die Ermittler vermuten, dass das Trio Anschläge ausführen sollte.

Weitere Ermittlungen

Bei einer Polizeiaktion am 10. Dezember wurden Adel H. und Muhammad U. festgenommen, Abid T. entkam. Er ließ jedoch sein Handy zurück, Österreich erwirkte einen Europäischen Haftbefehl. Als Österreich seine beiden mutmaßlichen Komplizen nach Frankreich auslieferte, wurde er in Belgien gefasst. Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt gegen ihn wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Salzburg gegen zwei weitere IS-Verdächtige, die in Verdacht stehen, mit Adel H. und Muhammad U. in Verbindung gestanden und ebenfalls Mitglieder des "Islamischen Staates" (IS) gewesen zu sein, sind noch nicht abgeschlossen. Der 25-jährige Marokkaner und der 40-jährige Algerier waren am 18. Dezember in Salzburg festgenommen worden. Sie sitzen derzeit in österreichischen Justizanstalten.



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