Nazi

Mordserie

Nazi-Killer: Spur nach Österreich

Die Killer hatten Kontakt zu Österreich. Rechts-Extremist Gottfried Küssel hielt Reden.

Die Verbindungen der Neonazi-Szene reichen ganz nach oben. Beispiel: Helmut Roewer arbeitet seit geraumer Zeit mit dem Grazer Ares-Verlag zusammen, bekannt für seine „einschlägigen, stark rechtsnationalen“ Werke. Zuletzt publizierte Roewer 2010 ein Geheimdienstbuch.

Besonders pikant: Roewer war bis 2000 Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes. Aus Thüringen stammt auch das Nazi-Terror-Trio, das in den vergangenen 13 Jahren Bombenanschläge und Morde an einer Polizistin, einem Griechen und acht Türken begangen hat.

Die Thüringer Staatsschützer bekamen davon nichts mit. Und das, obwohl Roewer bezahlte V-Männer in der rechten ­Szene hatte.

So soll er an Thomas Dienel, Neo-Nazi und Ex-NPD-Chef Thüringens, 12.800 Euro bezahlt haben. An Spitzel und Ex-NPD-Funktionär Tino Brandt gingen 102.000 Euro, berichtet der "Spiegel". Teile der Summe wurden an die Nazi-Gruppe „Thüringer Heimatschutz“ weitergeleitet.

Das ist jene Organisation, der auch die Nazi-Killer Uwe Mundlos († 38), Uwe Böhnhardt († 34) und Beate Zschäpe (36) angehört haben. Später gründeten sie ihre eigene Gruppe, den „Nationalsozialistischen Untergrund“.

Küssels Auftritt bei rechtsextremem Festival
Aber auch Austro-Rechtsextremist Gottfried Küssel (derzeit in U-Haft) mischte kräftig mit: 2007 trat er laut Falter beim rechtsextremen Fest der Völker auf. Das Festival wird jedes Jahr von Andre K. und Ralf W. aus Jena organisiert. Das Killer-Trio war mit den Organisatoren eng befreundet. 2009 hielt Küssel in Leipzig eine Rede. Inhalt: „Deutschtum in Österreich“. Es gilt die Unschuldsvermutung.
 



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