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Eltern im Interview

Nie mehr Terror-Schule

Eine 13-Jährige wurde nach der Schule in die Enge gedrängt, verprügelt und dabei von dutzenden Mitschülern gefilmt. Die Eltern des Opfers im ÖSTERREICH Exklusiv-Interview.

Riesen-Aufregung Montagfrüh vor der Hauptschule in Innsbruck-Wilten. Dort wurde – wie ÖSTERREICH berichtete – die 13-jährige Laura, die sich von ihrem Freund Okay getrennt hatte, von zwei Türkinnen mit Tritten und Schlägen schwer verletzt. Dutzende Zuwanderer-Schulkinder bildeten einen Kreis, feuerten an und filmten mit Handy-Cams, statt zu helfen. Ein Rot-Kreuz-Mann, der zufällig mit dem Rettungswagen vorbeifuhr, befreite das Prügelopfer und brachte es ins Spital.

"Laura soll wieder in Ruhe leben können"
Die Eltern von Laura im ÖSTERREICH Exklusiv-Interview :

ÖSTERREICH: Ihre Tochter Laura wurde vor der Schule verprügelt und dabei gefilmt. Wie geht es Laura?
Michael K.: Sie kann nicht schlafen, hat erbrochen und zittert am ganzen Leib. Sie traut sich nicht mehr auf die Straße, geschweige denn in die Schule.

ÖSTERREICH: Wie konnte es soweit kommen?
Michael K.: Ich habe keine Erklärung und war immer tolerant, dass sie einen Türken als Freund hat. Als sie mit Okay Schluss gemacht hat, ging der Terror los. Auch ich wurde bedroht.

ÖSTERREICH: Wie haben Sie von der Schlägerei, bei der ihre Tochter verletzt wurde, erfahren?
Verena Z.: Vom einem Rettungsfahrer, der zufällig vorbei kam und Laura ins Spital brachte. Von der Schule hat sich zuerst niemand bei uns gemeldet.

ÖSTERREICH: Die Direktorin soll Ihnen dann geraten haben, dass ihre Tochter das Land verlassen soll?
Michael K.: Das war so eine Frechheit, ich hab den Telefonhörer vom Ohr wegnehmen müssen. Eins ist sicher: In diese Schule macht meine Tochter keinen Schritt mehr.

ÖSTERREICH: Wie geht es jetzt weiter?
Verena Z.: Laura, die jetzt von einem Psychologen betreut wird, kommt auf ein Internat außerhalb von Tirol. Das ist keine Strafe. Aber nur so kann sie wieder in Ruhe leben.

Suspendierungen
Landesschulrat Erwin Koler: „Die Situation ist sehr ernst. Eine Angreiferin wurde vom Unterricht suspendiert, die Familie will ohnehin wegziehen. Wegen der zweite Täterin, die eine andere Hauptschule besucht, folgen Gespräche mit den Eltern. Wie es strafrechtlich aussieht, muss die Polizei entscheiden.“ Lauras Ex-Freund wurde ebenfalls am Montag vom Unterricht freigestellt, und darf erst nach Weihnachten wieder in die Schule – sofern er mit dem Angriff tatsächlich nichts zu tun hat. Die Ermittlungen sind im Gange. Laura jedenfalls will nie mehr auf die Terror-Schule.

Der Vater von Lauras Ex-Freund im ÖSTERREICH-Interview:

ÖSTERREICH: Ihr 15-jähriger Sohn soll hinter der Attacke auf Laura stecken.
Ulusir B.: Vor drei Wochen hat sie mit Okay Schluss gemacht. Mein Sohn war wie vor den Kopf gestoßen und wollte wissen, warum. Mit der Prügelei hat er nichts zu tun.

ÖSTERREICH: Kennt er die Angreiferinnen?
Ulusir B.: Dazu sage ich nichts, das Ganze wurde aufgebauscht. Ich habe heute einen schriftlichen Bescheid von der Schule in Wilten bekommen, dass mein Sohn vom Unterricht suspendiert wurde. Das ist unfair, weil er nichts gemacht hat. Ich werde mit dem Bezirksschulrat reden.



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