Areal Stadtoase

3,24 Mio. Euro: Tulln kauft Gebäude - FPÖ übt Kritik

Die Stadtgemeinde Tulln hat den Kauf des Stadtoasen-Areals über rund 3,24 Millionen Euro verkündet. Durch die weiterlaufende Vermietung an den aktuellen Mieter H&M soll der jährliche Preis gesenkt werden. Die FPÖ übt aber heftige Kritik am "fragwürdigen Millionen-Deal".

Genauer gesagt hat die Tochterfirma Tullner Liegenschafts-GmbH (TLG) das Objekt gekauft. Die Nutzfläche in der Stadtoase, wo bereits seit Jahren H&M eingemietet ist, wird mit 1.900 bis 2.000 Quadratmetern beschrieben.

"Das ist eine Chance, die wir für die weitere Entwicklung unserer Stadt unbedingt nutzen müssen", erklärt TLG-Geschäftsführer Dr. Viktor Geyrhofer in einer Aussendung und bestätigt den fälligen Preis: "Der Kaufpreis beträgt 3,24 Millionen Euro, also rund 1.700 Euro pro Quadratmeter, was an sich schon sehr günstig ist."

Bürgermeister: "Wäre verantwortungslose Inkompetenz"

Das Mietverhältnis mit H&M bleibt weiterhin bestehen, die rund 270.000 Euro Brutto-Miete im Jahr würde den "Kaufpreis auf de facto 690 Euro pro Quadratmeter" senken. Über welchen Zeitraum das gerechnet ist, wurde nicht präzisiert.

Bürgermeister Peter Eisenschenk betont ebenfalls die Einmaligkeit dieser Möglichkeit: "Es wäre eine betriebswirtschaftliche Fehlentscheidung größten Ausmaßes, wenn Tulln und die TLG bei so einem niedrigen Preis bei einer Immobilie am Hauptplatz nicht zugreifen würden. Es wäre verantwortungslose Inkompetenz."

Und weiter: "Wir haben hart daran gearbeitet, unser Zentrum zu beleben und es zum Wohlfühl-Wohnzimmer für uns alle zu gestalten. Wenn wir das, was wir miteinander erreicht haben, absichern wollen, müssen wir dranbleiben, aber vor allem dürfen wir Chancen für die weitere Entwicklung unserer Innenstadt nicht aus unseren Händen geben."

FPÖ-Kritik: Passt nicht mit Sparmaßnahmen zusammen

Kritik kommt derweil seitens der FPÖ und Stadtchef Andreas Bors: "Während Bürgermeister Eisenschenk seit Monaten von Sparmaßnahmen spricht, die Stadtgemeinde mit über 60 Millionen Euro ohnehin schwer verschuldet ist und wir jedes Jahr bereits neue Darlehen für notwendige Investitionen aufnehmen müssen, soll nun plötzlich eine Immobilie um mehrere Millionen gekauft werden. Das passt nicht zusammen."

Bei der kommenden Gemeinderatssitzung soll der Beschluss gefasst werden, allerdings ohne die FPÖ, wie der Landtagsabgeordnete verlauten lässt: "Die FPÖ wird diesem Ankauf daher nicht zustimmen. Statt neuer Millionenschulden fordern wir endlich einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Geld der Tullner."

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten