Kapsch TrafficCom im Halbjahr mit deutlichem Gewinnrückgang

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Kapsch TrafficCom im Halbjahr mit deutlichem Gewinnrückgang

Höhere Kosten für Material und Vorleistungen haben beim Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom im ersten Halbjahr 2022/23 zu einem kräftigen Ergebnisrückgang geführt.

Der den Anteilseignern zurechenbare Gewinn ging zur Vorjahresperiode um 90 Prozent zurück und lag noch bei 0,3 Millionen Euro, beziehungsweise 0,02 Euro je Aktie. Operativ (EBIT) verdiente Kapsch TrafficCom 4,7 Mio. und damit mehr als 55 Prozent weniger als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Im Zuge einer Restrukturierung sei es gelungen, die Kostenbasis zu senken. "Dennoch wirkten sich im Berichtszeitraum Kostensteigerungen bei Material und bezogenen Herstellungsleistungen sowie die bereits im ersten Quartal gestiegenen Personalkosten, vor allem in Nordamerika, negativ aus", heißt es in der Aussendung. Die positive Wechselkursentwicklung zum US-Dollar habe dies nicht ausgleichen können.

Einen leichten Zuwachs gab es beim Umsatz, der im Periodenvergleich um 3,8 Prozent auf 264,8 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gewachsen ist.

Das Mautsegment habe diese Entwicklung getragen, 74 Prozent des Gesamtumsatzes sei hier erwirtschaftet worden. Der Umsatz des Segments wurde um fast 8 Prozent auf 195,3 Mio. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um etwa 85 Prozent.

Einen Rückgang gab es im Segment Verkehrsmanagement. Der Umsatz ging um 6,3 Prozent zurück, das EBIT verringerte sich um gut drei Viertel.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern unverändert mit einem stabilem Umsatzniveau und einer höheren Profitabilität. Darin werde auch der Verkauf des spanischen Geschäftsbereichs "öffentlicher Verkehr" enthalten sein - man rechnet mit dem baldigen Abschluss der Transaktion.

Trotzdem sei das weitere Jahr von Unsicherheit geprägt. "In Südafrika wird die Bekanntgabe der Provinz Gauteng erwartet, wie sie mit dem Mautsystem weiter verfahren möchte", schreibt das Unternehmen. "Ebenso gilt dem Projekt in Belarus, das weiterhin plangemäß läuft, besonderes Augenmerk."