Quartiersentwicklung

Baden: Das sind die Pläne für die Grabengasse

Die Grabengasse ist eine zentrale Ader der Badener Innenstadt. Derzeit stellen Sparkasse Baden und Stadtgemeinde die Weichen zur Entwicklung eines neuen Stadtquartiers für das gesamte Areal.  

Die Stadtregierung zieht dabei die Übersiedelung der Feuerwehr Baden-Stadt vor und plant, Kulturbetriebe zu fusionieren und ein innerstädtisches Kulturzentrum zu schaffen, das die Frequenz für die Innenstadt weiter ankurbelt.

Sparkasse setzt neue Impulse

Die Sparkasse plant eine umfassende Neugestaltung ihrer Liegenschaft am Hauptplatz 15 und in der Grabengasse 13. Ziel ist es, ein modernes, nachhaltiges und funktionales Ensemble zu schaffen, das sowohl den Anforderungen der Kunden als auch jenen der Mitarbeiter gerecht wird und zugleich einen städtebaulichen Impuls setzt. Im Zuge einer umfassenden Sanierung des historischen Sparkassen-Gebäudes soll am Hauptplatz 15 ein modernes Beratungszentrum entstehen, das zeitgemäße Service- und Aufenthaltsqualität bietet und die persönliche Beratung in den Mittelpunkt stellt. Aber auch an neue Parkplatzlösungen wurde gedacht: So ist im Bereich der Grabengasse die Errichtung eines neuen, nachhaltigen Gebäudes samt großzügiger Tiefgarage vorgesehen. Für die Mitarbeiter werden moderne, ergonomische Arbeitsplätze geschaffen, welche die Zusammenarbeit fördern und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig profitieren Kunden von einer klar strukturierten, zeitgemäßen Beratungsumgebung.

Ein neues Veranstaltungszentrum wird mit einem brandneuen Sparkassen-Saal geschaffen, der bis zu 200 Personen Platz bieten wird. Mit optimierter technischer Ausstattung, einer flexiblen Raumkonfiguration und angenehmem Raumklima wird er als attraktive Veranstaltungs-Location konzipiert. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines „Financial Life Parks“ geplant, der Schülern die Möglichkeit bietet, sich praxisnah mit Finanzthemen auseinanderzusetzen und finanzielle Kompetenz frühzeitig zu entwickeln.

Nach erfolgter Ausschreibung ist der Baubeginn für 2027 geplant. Derzeit werden alle Rahmenbedingungen abgesteckt und Bewilligungen eingeholt. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund zwei Jahre betragen. Vorstandsvorsitzender Reinhard Keider betont: „Mit der Neugestaltung unseres Headquarters investieren wir bewusst in einen nachhaltigen, modernen Standort, der Kundennähe, wirtschaftliche Verantwortung und die Zukunftsfähigkeit der Sparkasse Baden vereint.“

Vorständin Elisabeth Lambert unterstreicht zudem: „Das Projekt schafft zeitgemäße Arbeits- und Beratungswelten, stärkt das Zentrum von Baden als urbanen Begegnungsraum und setzt ein klares Bekenntnis zur Region sowie zu unseren Kunden und Mitarbeitern.“  

Koordinierte Planung für maximale Entlastung.

Um die Baustellenbelastung für Anrainer und Besucher so kurz wie möglich zu halten und Kosten zu sparen, hat die Stadtregierung entschieden, die Projekte der Sparkasse Baden eng mit den eigenen Vorhaben zu koordinieren. "Aus diesem Grund ziehen wir den im Regierungsprogramm vorgesehenen Neubau eines zeitgemäßen Feuerwehrhauses für die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt
sowie die Entwicklung eines Kulturquartiers am bestehenden Feuerwehr-Areal in der Grabengasse zeitlich vor“, erklärt Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli. „Durch die Zusammenlegung der Bauvorhaben von Sparkasse und Stadtgemeinde können Kosten eingespart und die Dauer der Bauarbeiten auf ein Minimum reduziert werden.“

Mit dem neuen, bereits gewidmeten Standort in der Fabriksgasse wird nicht nur die Platznot der FF Baden-Stadt gelöst, sondern vor allem die Einsatzsituation wesentlich verbessert, da die Ausfahrt in der Grabengasse für moderne Einsätze nicht mehr geeignet ist. Gleichzeitig eröffnet die Verlegung des Feuerwehrstandortes neue Perspektiven für das frei werdende Areal in der Grabengasse. Prüfung der Potenzialfläche auf kulturelle Nutzungsmöglichkeiten Die aktuelle Kulturkonzeption bestätigt, dass die frei werdenden Flächen in der Innenstadt als Standort für eine Kultureinrichtung besonders geeignet sind. Ein zentrales, barrierefreies Stadtmuseum, verbunden mit dem Stadtarchiv und der Stadtbücherei, würde eine zeitgemäße Neuausrichtung und Synergien ermöglichen, die für die Bürger der Stadt ebenso attraktiv sind wie für Touristen. Als erster Schritt ist zu prüfen, welche kulturelle Nutzung unter Berücksichtigung der historischen Substanz und der vorhandenen Flächenressourcen realisierbar und nachhaltig
tragfähig ist.

Der Autor der Kulturkonzeption, Christoph Thoma, fasst es folgendermaßen zusammen: „Ziel ist eine zeitgemäße, innerstädtische, barrierefreie und publikumsorientierte Institution, die Geschichte erlebbar macht und Synergien zwischen Forschung, Vermittlung und kulturellem Erleben mit nachhaltigem Eindruck schafft. Ein solches Kulturzentrum im Herzen der Stadt ist ein attraktiver Besuchermagnet, der zusätzliche Frequenz generiert. Durch die Zusammenlegung von kulturellen Standorten kann wirtschaftlicher und effizienter gearbeitet werden.“

Die Entwicklung des Areals in der Grabengasse zu einem zentralen Kulturquartier sowie die Schaffung eines neuen, modernen Feuerwehrstandortes entsprechen den Richtlinien der Badener Immobilienstrategie. Auch Vizebürgermeister Markus Riedmayer unterstreicht den Mehrwert eines Kulturzentrums in unmittelbarer Nähe zur Fußgängerzone: „Die Prüfung einer Zusammenlegung verschiedener Kulturstandorte ist absolut sinnvoll. Eine Zusammenlegung im Stadtzentrum macht die Innenstadt noch attraktiver und hilft uns, Kosten einzusparen und die Stadtkassa langfristig zu entlasten.“

Vizebürgermeister Jowi Trenner ist erleichtert: „Das Zeitfenster ist ideal, um der Feuerwehr Baden-Stadt eine neue Heimat zu errichten. Es freut mich sehr, dass wir durch die Nutzung wertvoller Synergien zudem maximale Effizienz und Wirtschaftlichkeit erzielen können.“

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