Cobra-Einsatz, weil Brand-Opfer Feuerwehrleute attackiert

Unfassbare Szenen

Cobra-Einsatz, weil Brand-Opfer Feuerwehrleute attackiert

In Oberwaltersdorf spielten sich bei einem Haus-Brand unfassbare Szenen ab.

Niederösterreich. Unfassbar: Nach einem Brand eines Einfamilienhauses in Oberwaltersdorf am Montag, warf der Hausbesitzer die Feuerwehr raus und sperrte sich ein. Das Sondereinsatzkommando Cobra musste das Haus stürmen. 

"Als wir an der Einsatzadresse eintrafen wurde uns erst nach kräftigem Klopfen an der Tür geöffnet und wir drangen mit schwerem Atemschutz in das Innere des Wohnhauses vor", schildert Einsatzleiter Patrick Kospach von der Feuerwehr Oberwaltersdorf die Situation. "Wir konnten den Brand im Bereich eines Sofas rasch ablöschen und ein weiters Übergreifen der Flammen verhindern. Anschließend verhielt sich der Wohnhauseigentümer aggressiv gegenüber unserem Atemschutztrupp, worauf dieser sofort die Schlauchleitung ablegte und das Haus verließ. Der Mann nahm den Schlauch, warf ihn aus dem Haus und versperrte die Eingangstür", so der Einsatzleiter.

Cobra stürmte das Haus

Der Hausbesitzer verschanzte sich und ließ weder die Feuerwehrleute, noch die Polizei-Beamten ins Haus. Da die Lage unklar war und der Mann nicht reagierte, wurde das Sondereinsatzkommando Cobra angefordert. Die Beamten stürmten dann über eine Terrassentür das Objekt und konnten den Mann festnehmen. Der Mann wurde ins Freie gebracht und war vom Brand völlig schwarz im Gesicht. Er wurde von den anwesenden Sanitätern und und einem Feuerwehrarzt sowie dem Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuz versorgt und ins Krankenhaus gebracht.

Erst danach konnte die Feuerwehr das Haus nach weiteren möglichen Glutnestern durchsuchen und ihren Einsatz beenden. Was genau den Brand ausgelöst hat, ist derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.



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