Xhemajl M.  Tulln Mord

Niederösterreich

Drama um Söhne von Mordopfer (32)

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Nach dem Mord an Zhemire K. in Tulln werden jetzt ganz traurige Details bekannt.

Es geht um die Söhne (6 und 10) eines Paares aus Mazedonien, das sich im Bezirk Tulln niedergelassen hat. Der Ehemann (36) hat die Gattin, die sich trennen wollte, am Montag am Parkplatz eines Supermarktes mit zehn Stichen in den Oberkörper und einem Hieb in den Kopf erdolcht.
 
Schon von klein auf erlebten die beiden Buben nicht das, was man sich unter einer glücklichen Kindheit vorstellt. Die Mutter zu Hause eingesperrt in einem Gefängnis aus Islamismus und Gewalt; der Vater, ein spiel- und streitsüchtiger Bauarbeiter, den alle nur „den kleinen Dicken“ nennen und der alle seine Wut gegen seine Familie richtet.
 

Opa während Bluttat auf Pilgerreise in Mekka

Wie berichtet, flüchtete die Gattin im Vorjahr vor ihm ins Frauenhaus, während er wegen fortgesetzter Gewaltausübung zwar angeklagt wurde, aber nur eine bedingte Strafe kassierte und auf freiem Fuß blieb. Auch zuletzt gab es wieder ein per einstweiliger Verfügung verlängertes Betretungsverbot und auch ein Kontaktverbot vom Vater zu seinen Söhnen – von denen einer, wohl nicht zuletzt aufgrund der zerrütteten Verhältnisse, an Krebs erkrankte. Heimlich schlich sich Xhemajl M. – für den die Unschuldsvermutung gilt – zu seinem Sohn ins Spital und postete auf Facebook Fotos, um zu zeigen, dass er damit den Kleinen „heilt“.
 

Schwer krank

Wie sich der Umstand auf die schwere Erkrankung auswirkt, dass die Mutter durch die Hand des Vaters starb (während der Opa auf Pilgerreise in Mekka war) und der Vater vermutlich lebenslang hinter Gitter wandert, sei dahingestellt.  
 
Der Bruder des Dolch-Killers, der übrigens ein von den Behörden auferlegtes Anti-Gewalt-Training machte, das aber nichts half: „Er hat unsere ganze Familie zerstört!“ Mit der noch verbliebenen Kraft wollen sie sich jetzt aber alle um die bedauernswerten Söhne von Zhemire und Xhemajl kümmern. (kor)
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