Querdenker verließ Spital trotz Corona

Impfgegner behandelte sich selbst: tot

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Johann B. (65) lehnte ärzt­liche Corona-Behandlung ab – bis zu seinem Tod.
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NÖ. Er galt als einer der bekanntesten Querdenker und Impfgegner des Landes: Johann B., ein ­gelernter Gärtner aus ­Kottingbrunn, der zu den Gründern der Mini-Partei Die Basis zählte. Jetzt starb der Familienvater im Alter von 65 Jahren nach einer Corona-Erkrankung.

Sein gesundheitlicher Zustand hatte sich zuletzt täglich verschlechtert, bis ihn sein Sohn ins Krankenhaus nach Wiener Neustadt brachte. Dort wurde die lebensbedroh­liche Infektion festgestellt, doch Johann B. verließ das Spital auf eigenen Wunsch.

Zu Hause behandelte sich der 65-Jährige selbst. Er nahm Chlordioxid, ein Bleichmittel, das durch den früheren US-Präsidenten Donald Trump in Verruf geriet. Der hatte Chlordioxid gegen Corona empfohlen, später jedoch einen Rückzieher gemacht.

Johann B. glaubte, Corona besiegt zu haben, lediglich an den Folgen einer Lungenentzündung zu leiden. Sein Sohn hat seinen Tod begleitet und dokumentiert. Er schildert, dass Johann B. schon seit Längerem über Herzpro­bleme und Kurzatmigkeit geklagt habe. Dass sein Vater mit Corona starb, leugnet er nicht. Dass er wegen der Krankheit tot ist, bezweifelt er.

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