Beim Festakt zum 175-Jahr-Jubiläum der Leobersdorfer Maschinenfabrik (LMF) in Leobersdorf am gestrigen Dienstagabend waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik geladen.
Allen voran kam Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (Ö, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, AKNÖ-Vorstand Patrick Slacik und Michaela Roither, Geschäftsführerin der IV NÖ. Unter den Gästen befanden sich auch Delegationen der chinesischen Kaishan Group, zu der LMF als Tochterunternehmen gehört, sowie Führungspersönlichkeiten weiterer Kaishan-Töchter. Im Mittelpunkt stand die außergewöhnliche Erfolgsbilanz des niederösterreichischen Industriebetriebs, der seit 1850 besteht und heute als Spezialist für Hochdruck-Kompressorlösungen weltweit gefragt ist.
LMF sei nicht nur ein Traditionsbetrieb, sondern "ein moderner Standort, an dem Zusammenhalt und Leistungsbereitschaft spürbar gelebt werden“, sagte die Landeshauptfrau eingangs. Sie führte aus: "Angesichts der wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Lage in Europa ist es entscheidend, international konkurrenzfähig zu bleiben und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken.“ Dazu brauche es Innovation, so Mikl-Leitner, und dafür sei LMF ein Paradebeispiel. "Das Unternehmen hat es über Jahrzehnte verstanden, zu forschen, zu entwickeln und gleichzeitig erfolgreich zu produzieren. Heute ist LMF ein Hightech-Unternehmen, das es durch Innovation zum Global Player geschafft hat: 95 Prozent der Produkte gehen in den Export, rund 80 Länder werden beliefert.“ Sie hob hervor, dass LMF eindrucksvoll zeige, „wie man sich mit technologischer Spitzenleistung im internationalen Wettbewerb behauptet.“
Mikl-Leitner bekräftigte an dieser Stelle auch das klare Bekenntnis des Landes Niederösterreich zu Wissenschaft und Forschung. Hier habe man besonders die Bereiche Bahnindustrie und Weltraumtechnologie maßgeblich vorangetrieben, „die sich auch weltweit dynamisch entwickeln“. Und sie erinnerte an die niederösterreichische „Mission Nobelpreis“, die nicht für einen „Pokal im Regal“ stehe, sondern „für die bewusste Entscheidung, in Forschung zu investieren, damit neue Technologien, Prozesse und Produkte entstehen können. Denn nur so gelingt es, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Wohlstand zu sichern“, erklärte sie.
"Es geht bergauf"
Die Landeshauptfrau blickte auch noch auf die Entwicklung der LMF in den letzten Jahren zurück: "Vor rund zehn Jahren hat es große Unsicherheit über die Zukunft des Standorts gegeben, heute steht LMF stabil und erfolgreich da“ – getragen von einer strategischen Partnerschaft mit dem Eigentümer, die auf gegenseitigem Vertrauen und klaren Rollen beruhe. Sie dankte der Kaishan-Gruppe, „die als Eigentümerin dieses Unternehmens an Österreich und an Niederösterreich glaubt, hier an diesem Standort investiert und faire Partnerin ist.“ Mikl-Leitner verwies darauf, dass solche Partnerschaften gerade in unsicheren Zeiten Stabilität geben und Chancen eröffnen.
Die Geschäftsführung der LMF, CEO Günther Ognar, CFO Gerhard Berger und COO David Stibi, blickten in einem gemeinsamen Interview auf die Geschichte des Unternehmens zurück. Es sei „Ehre, Freude und Verantwortung zugleich, so ein traditionsreiches Unternehmen zu führen.“ Flexibilität, Weiterentwicklung und proaktive Veränderungen seien Benchmarks der LMF, „Veränderung funktioniert aber nur gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, betonten die Geschäftsführer.