Wöginger und zwei Finanzbeamte sollen ÖVP-Politiker in Führungsposition gehievt haben. Am Dienstagvormittag wird dazu endlich der ÖVP-Klubchef befragt.
Der Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte in der "Postenschacher"-Affäre wird am Dienstagmorgen fortgesetzt. Den dreien wird vorgeworfen, einen ÖVP-Bürgermeister wegen dessen Parteizugehörigkeit in den Vorstandssessel des Finanzamts Braunau gehievt zu haben.
Erst musste Wöginger wieder heim gehen
Um sich ein besseres Bild von den Vorgängen zu machen, befragt das Gericht die Angeklagten getrennt voneinander. Zuerst berfragte es die beiden anderen Mitangeklagten. Das hieß: Am Donnerstag und Freitag musste Wöginger wieder heim gehen
Zwei Angeklagte, unter anderem Klubchef, am Wort
Zu Beginn des Verhandlungstages steht die weitere Einvernahme des Zweitangeklagten am Programm. Der Personalvertreter saß in der Hearingkommission, der sich die Bewerber für den Job zu stellen hatten. Er soll auf Zuruf des damaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, den Bürgermeister bei der Bewertung bevorzugt haben. Danach ist Wöginger an der Reihe.
Wöginger muss am Dienstagmorgen wieder vor Gericht erscheinen und soll Rede und Antwort stehen. In ihm sieht die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft die Quelle der Intervention, er wird als Bestimmungstäter geführt. Alle Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung.