Bei Investitionen

NÖ Gemeinden plädieren für Zinszuschüsse

Eine Radwegbrücke, die Modernisierung von Plätzen oder Straßen – Pläne wie diese werden wegen Budgetnot in zahlreichen Gemeinden aufgeschoben, hieß es vom Gemeindebund. Man plädiere deshalb für Zinszuschüsse für einen "Investitionsturbo“. 

Seit Anfang 2025 seien mehr als 5.000 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro verschoben worden. Die Zahlen stammen aus einer "Blitzumfrage“ des Gemeindebunds unter Bürgermeistern. Von ihnen berichteten 73 Prozent, 2025 Investitionen verschoben zu haben. Für 67 Prozent ist das auch im Jahr 2026 bereits absehbar.

Neue Kreditlinie als potenzieller Lösungsansatz

Der Gemeindebund hat bereits einen Lösungsansatz: Es sollte eine Kreditlinie geben, "wo wir entsprechende Zinszuschüsse bekommen“, appellierte Gemeindebundpräsident Johannes Pressl an den Bund. Konkret stellt man sich eine Zinsstützung für kommunale Investitionskredite mit einem Gesamt-Kreditvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro vor. Die Rückzahlung würden die Gemeinden selbst stemmen. Würde man ein Kreditvolumen von einer Milliarde Euro mit Nullverzinsung ermöglichen, koste das 30 Millionen Euro im Jahr.

Bürgermeister verdeutlichten die Budgetnot

In Dobersberg fehlt Geld für die Sanierung einer Kindergarten-Terrasse, in Sigleß für Straßen und Kanalschäden. In St. Valentin fehlen aufgrund steigender Energie- und Personalkosten zwei Mio. Euro; eine Radwegbrücke wurde verschoben. Auch die Umgestaltung des Hauptplatzes in Ziersdorf sowie die Modernisierung des Ortszentrums in Nußdorf ob der Traisen (4,7 Mio. Euro) wurden schubladisiert. Eine Umsetzung der Projekte sei nicht nur für die Gemeinden positiv, sondern wegen der Aufträge auch für die Wirtschaft, was wiederum für mehr Einnahmen sorge.

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